Wo Verschwörungstheorien Realität werden…

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Operation Artischocke: Ein geheimes Forschungsprogramm der CIA zur Bewusstseinskontrolle

Posted by forgottentruth - September 23, 2009

„Operation Artischocke“ war ein 19 Monate andauerndes geheimes Forschungsprogramm der CIA, das Anfang der 50’er Jahre durchgeführt wurde. Das Ziel war dabei, den menschlichen Willen zu brechen und so die Bewusstseinskontrolle zu erforschen. Dazu wurden Verhöre mit Gefangenen durchgeführt, in denen nachweislich Hypnose und Drogen bis hin zur Folter angewandt wurden. Selbst Gehirnoperationen oder Biowaffen-Tests in Form Infizierung Gefangener mit Milzbranderregern wurden durchgeführt, wobei der Tod der „Probanten“ billigend in Kauf genommen wurde. Klingt unfassbar – ja, aber leider ist auch das keine Verschwörungstheorie mehr, wie nachfolgend gezeigt wird… 😦

Am aufschlußreichsten dürfte wohl die relativ aktuelle Fernseh-Dokumentation „Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA“ der beiden WDR-Autoren Egmont R. Koch und Michael Wech sein. Diese haben sich im Rahmen ihrer Nachforschungen zum Todesfall von Frank Olson mit dem Thema beschäftigt und dazu 2002 auch ein gleichnamiges Buch veröffentlicht. Die Dokumentation wurde übrigens auf Arte ausgestrahlt.

Außerdem habe ich den aktuellen Stand zu diesem Thema aus Wikipedia eingestellt, sowie einen Auszug aus einem Spiegel-Artikel von 2002, der sich eigentlich generell mit Geheimdiensten befasst, aber auch einige interessante Absätze zu „Operation Artischocke“ enthält.

Wer übrigens glaubt, dass dieses Projekt nach den 19 Montaen eingestellt wurde, täuscht sich: das Nachfolgeprojekt hieß MKULTRA und dauerte bis in die 70’er Jahre(!) – doch dazu später mehr…

Hier zuerst der Wikipedia-Artikel:

Operation Artischocke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Operation Artischocke war der Codename für ein umfangreiches, geheimes Forschungsprogramm der CIA über Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle vom 20. August 1951 bis 20. April 1953. Vorgängerprojekt war das Projekt BLUEBIRD, Nachfolger das Projekt MKULTRA.

Ziele und Methoden

Zu Beginn und während des Kalten Krieges versuchten Sowjets und Amerikaner das Wissen von damaligen NS-Ärzten und Wissenschaftlern zu Verhören an Gefangenen durch Verabreichung von Drogen wie LSD, Marihuana und Heroin, aber auch Folter und Hypnose in Erfahrung zu bringen. Einige dieser Verhöre endeten mit dem Tod des Gefangenen. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand waren die Möglichkeiten über den Einsatz als B- oder C-Waffen.

Erstmals wurden im Jahr 1952, im Auftrag der CIA, in der damaligen Villa Schuster am Rande der Stadt Kronberg im Taunus, heute bekannt unter dem Namen Haus Waldhof, Verhöre an Gefangenen durchgeführt, bei denen Folter, Drogen und Hypnose angewandt wurden. Aufzeichnungen belegen, wie russischen Agenten Mittel verabreicht wurden, um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und um so Geheimnisse und Informationen zu erlangen.

Vorgeschichte

Die Anfänge der Operation Artischocke gehen auf das Jahr 1945 zurück, wonach während der Befreiung des KZ Dachau die Überlebenden den US-Ärzten von schrecklichen Experimenten mit Drogen, Krankheitserregern (Malaria, Pest und Fleckfieber) und Chemikalien (Phenol und verschiedene Chloride) an Häftlingen berichteten. Kurz darauf wurde im Schloss Kransberg nördlich von Frankfurt die wissenschaftliche Elite der Nationalsozialisten verhaftet und unter dem Namen Operation Dustwind verhört. Unteran> den Kransberg-Gefangenen waren auch jene Wissenschaftler, welche im KZ Dachau die Versuche an den Häftlingen durchführten. Der bekannteste NS-Arzt war Kurt Blome, der von dem Militärtribunal durch Intervention der CIA, trotz erdrückender Beweislast, welche sich nicht zuletzt durch ein offenes Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zu Adolf Hitler auszeichnete, freigesprochen wurde, um ihn im Gegenzug in eigene Dienste zu stellen. Heute weiß man, dass seine Arbeit maßgeblich zur Entwicklung von Biowaffen auf amerikanischer Seite beigetragen hat. Ein weiterer Wissenschaftler, Frank Olson, war ebenfalls maßgeblich an der Entwicklung der Stoffe beteiligt.

Im Verlauf der „Cooperation“ erlangte die CIA eine Menge fundiertes Wissen über B- und C-Waffen. Es wurden mit den Erkenntnissen von Kurt Blome, Frank Olson und anderen NS-Wissenschaftlern Waffenexperimente mit Krankheitserregern, u.a. auch mit Anthrax, in der Karibik und in Alaska durchgeführt. Man ging sogar soweit, mit den Biokampfstoffen auf eigenem Boden, in der San Francisco Bay, zu experimentieren. Man wollte herausfinden, wie die Stadt auf einen B-Waffenanschlag der Sowjetunion reagieren würde.

Literatur

* Egmont R. Koch, Michael Wech: Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA. Goldmann, 2004, ISBN 978-3442152810

Der Auszug aus dem Spiegel-Artikel:

Wer aber nach der Lektüre des Baer-Buches an dessen Hauptthese glauben sollte, der Ausweg aus den Geheimdienstkatastrophen sei ausgerechnet mit „dirty tricks“ zu finden, dem ist das schockierende Buch „Deckname Artischocke“ von Egmont R. Koch und Michael Wech zu empfehlen. Die Autoren berichten, dass die CIA nach Kriegsende zu den „dirty tricks“ auch den Einsatz von Drogen, Milzbranderregern und tödlichen biochemischen Mitteln rechnete. „Deckname Artischocke“ ist auch die Geschichte des möglicherweise von der CIA umgebrachten früheren Biochemikers Frank Olson, der im November 1953 unter mysteriösen Umständen aus einem New Yorker Hotelzimmer stürzte. Olson hatte nach jahrelanger Mitarbeit an grausamen CIA-Versuchen Skrupel bekommen und wollte aussteigen. Als er der CIA zu gefährlich wurde, räumte sie ihn offensichtlich aus dem Weg. Koch und Wech sprachen mit Olsons Sohn Eric, der die Leiche des Vaters exhumieren ließ, um Klarheit über den angeblichen Selbstmord zu erhalten.

Sie kamen bei ihren Ermittlungen den geheimen Menschenversuchen der CIA auf die Spur. Im rechtsfreien Raum konnten die CIA-Agenten foltern und spritzen, Prostituierten und Kriegsgefangenen LSD und Benzedrin verabreichen, um Brainwashing-Methoden für Verhöre russischer Spione zu entwickeln. Man führte Gehirnoperationen bei Homosexuellen durch, infizierte Kriegsgefangene oder Gefängnisinsassen mit Milzbranderregern, Hasenpestbakterien und nahm den tödlichen Ausgang dieser „Experimente“ in Kauf. Dass viele Versuche denen der deutschen KZ-Ärzte ähnelten, die als Kriegsverbrecher in Nürnberg angeklagt waren, ist kein Zufall: Die Amerikaner hatten nämlich einige der brutalsten deutschen Medizinmänner für diese sadistischen Praktiken angeworben und in den USA beschäftigt. Koch und Wech liefern auch deutliche Hinweise darauf, dass der vom FBI gesuchte Anthrax-Attentäter, der Milzbranderreger per Post verschickte, aus den Reihen dieser an Geheimwaffen laborierenden CIA-Biochemiker kommen könnte.

Die youtube-Videos zur Dokumentation „Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA“

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Eine Antwort to “Operation Artischocke: Ein geheimes Forschungsprogramm der CIA zur Bewusstseinskontrolle”

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