In der Nacht zum 25. Juli 1978 riss eine Bombenexplosion ein Loch in die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle. Alles deutete darauf hin, dass mit dem Anschlag der zu diesem Zeitpunkt dort einsitzende mutmaßliche RAF Terrorist Sigurd Debus befreit werden sollte und in den damaligen Medien wurde diese Version unter Verweis auf die “erdrückende” Beweislage auch so verbreitet: ein Mercedes mit Munition und gefälschten Pässen (einer u.a. mit Bild von Debus) stand bereit und in Debus’ Zelle wurde bei einer anschließenden Durchsuchung Ausbruchswerkzeug sichergestellt.
Eigentlich eine klare Sache: Terroristen wollten ihren Kameraden aus dem Knast holen und schrecken auch vor Bombenanschlägen nicht zurück – doch: nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache (Sir Arthur Conan Doyle)…