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	<title>Wo Verschwörungstheorien Realität werden…</title>
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	<description>Das Schwierigste ist, zu glauben was man sieht!</description>
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		<title>Wo Verschwörungstheorien Realität werden…</title>
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		<title>Operation Northwoods: Inszenierte Anschläge in den USA sollten Kuba angelastet werden</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 12:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>forgottentruth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verdeckte Kriegsführung]]></category>
		<category><![CDATA[Fidel Castro]]></category>
		<category><![CDATA[John F. Kennedy]]></category>
		<category><![CDATA[Kuba]]></category>
		<category><![CDATA[Operation Northwoods]]></category>
		<category><![CDATA[Pentagon]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch dies ist ein Fall, bei dem ich füher ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und das ganze als Spinnerei abgetan hätte: die USA planten in den 60&#8242;er Jahren inszenierte Anschläge auf amerikanischem Boden, um sie anschließend Kuba anzulasten. Ziel solcher Aktionen sollte schlußendlich eine breite Zustimmung auf allen Ebenen für eine Kuba-Invasion der USA sein.
Niedergeschrieben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wasgeschahwirklich.wordpress.com&blog=9700692&post=50&subd=wasgeschahwirklich&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Auch dies ist ein Fall, bei dem ich füher ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und das ganze als Spinnerei abgetan hätte: die USA planten in den 60&#8242;er Jahren inszenierte Anschläge auf amerikanischem Boden, um sie anschließend Kuba anzulasten. Ziel solcher Aktionen sollte schlußendlich eine breite Zustimmung auf allen Ebenen für eine Kuba-Invasion der USA sein.</p>
<p><span id="more-50"></span>Niedergeschrieben wurden die Pläne in einem vom 13. März 1962 datierten &#8211; ursprünglich geheimen -  Dokument, das erst Ende der 90&#8242;er durch eine Anfrage auf Basis des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act" target="_blank">Freedom of Information Act</a> freigegeben wurde. Eine Kopie des Dokuments kann man <a href="http://www.gwu.edu/%7Ensarchiv/news/20010430/northwoods.pdf" target="_blank">hier herunterladen</a>. Falls der Link irgendwann nicht mehr funktionieren sollte: ich habe eine lokal gespeicherte Kopie, die ich bei Bedarf auch hier auf WordPress hochladen kann.</p>
<p>Glücklicherweise wurden die Pläne nie umgesetzt, da der damalige Präsident John F. Kennedy den Plänen nicht zustimmte, aber wie nachfolgend in deutsch nachzulesen, waren die &#8222;Vorschläge&#8220; für die möglichen Anschläge sehr konkret und allein die Tatsache, dass solche Pläne gegen die eigene Bevölkerung von Mitarbeitern des Pentagon in einem Dokument zusammengefasst und dieses dann auch unterschrieben wurde (u.a. vom späteren Oberkommandeur der NATO in Europa, Lyman L. Lemnitzer) ist bestürzend genug, wie ich finde.</p>
<p>Hier nun der aktuelle Stand aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods" target="_blank">deutschen Wikipedia zur &#8222;Operation Nothwoods&#8220;</a>:</p>
<blockquote>
<h2>Operation Northwoods</h2>
<p>aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie</p>
<p>Operation Northwoods ist ein US-amerikanischer Geheimplan, der 1962 vom Generalstab des Pentagon verfasst und am 13. März 1962 Präsident John F. Kennedy vorgelegt wurde. Die Planungen zu diesem Vorhaben wurden bereits unter Präsident Eisenhower vorgenommen. Lyman L. Lemnitzer, späterer Oberkommandeur der NATO in Europa, und Brigadier General William Craig gehören zu den Unterzeichnern des Dokuments.[1] Neben Operation Mongoose sah dieser Plan vor, die verdeckte Kriegsführung der USA gegenüber Kuba weiter auszubauen. Durch inszenierte Anschläge gegen den zivilen Luft- und Schifffahrtsverkehr innerhalb der USA, für die man im Nachhinein Fidel Castro verantwortlich machen wollte, sollte ein Vorwand zur Invasion Kubas geschaffen werden. Im Gegensatz zu Mongoose wurde Northwoods jedoch nie umgesetzt. Nach über dreißigjähriger Geheimhaltung kam er 1997/98 durch den Freedom of Information Act an die Öffentlichkeit.</p>
<h3>Anlass</h3>
<p>Mit dem Scheitern der Invasion auf die Schweinebucht in Kuba und der offensichtlich gewordenen Beteiligung von CIA-Agenten im Zusammenhang mit einer organisierten Armee aus Exilkubanern, suchte die US-Regierung unter Kennedy nach subtileren Operationsmöglichkeiten gegen Kuba. Northwoods galt als ein Entwurf, der die Weltöffentlichkeit von der Gefährlichkeit des Castro-Regimes überzeugen sollte.</p>
<h3>Inhalt des Dokuments</h3>
<p>Das Dokument wurde mit der Absicht verfasst, eine allgemeine Zustimmung und Unterstützung für eine militärische Invasion von Kuba zu gewinnen. Die Stabschefs gingen davon aus, dass die US-Bevölkerung einen Militärangriff auf Kuba nur dann unterstützen würde, wenn dem Angriff bedrohliche und aggressive Aktionen der Inselnation gegen amerikanische Soldaten, Zivilisten, Kubaflüchtlinge oder Exilkubaner vorausgegangen wären. James Bamford kommentiert kurz nach Veröffentlichung der Dokumente den Inhalt wie folgt:</p>
<p><em>„Geheimen und lange unter Verschluss gehaltenen Dokumenten zufolge [...] machte und verabschiedete der Vereinigte Generalstab Pläne, die vielleicht die schlimmsten waren, die je von einer US-amerikanischen Regierungsinstanz produziert worden sind. Im Namen des Antikommunismus schlugen die Militärs einen geheimen und blutigen Terrorkrieg gegen ihr eigenes Land vor, um die amerikanische Öffentlichkeit für den irrwitzigen Krieg zu gewinnen, den sie gegen Kuba führen wollten“</em><br />
( James Bamford: NSA. Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt. 2001. S. 89.)</p>
<p>Das Dokument umfasst die Inszenierung gefälschter Angriffe mit fingierten Opfern, in anderen Fällen lässt es offen, ob die Angriffe Täuschungsmanöver oder echte Aktionen sein sollten. Für einige Angriffe wurde ausdrücklich erwogen, sie in die Realität umzusetzen. Nach der erfolgreichen Operation Northwoods wurde eine weitere Koordination durch die CIA geplant.</p>
<p><strong>Einige Empfehlungen der Operation Northwoods lauteten:</strong></p>
<ul>
<li>Verbreitung von Gerüchten über Kuba durch geheime Radiosender</li>
<li>Anschläge gegen kubanische Flüchtlinge in den USA, für die man Castro verantwortlich machen wollte</li>
<li>Versenkung eines amerikanischen Schiffes in Guantánamo Bay</li>
<li>Zerstörung einer amerikanischen Militärbasis oder eines amerikanischen Flugzeuges, anschließende Beschuldigung kubanischer Truppen</li>
<li>Störung des zivilen Luftverkehrs, Angriffe auf Schiffe und Zerstörung eines US-Militärflugzeuges durch Flugzeuge vom Typ MIG</li>
<li>Zerstörung eines angeblich mit ferienreisenden Studenten gefüllten Passagierflugzeuges</li>
<li>Inszenierung einer Terroraktion mittels des tatsächlichen oder simulierten Versenkens kubanischer Flüchtlinge.</li>
<li>Inszenierung von kommunistischen kubanischen Terroraktionen im Bereich Miami und in anderen Städten Floridas sowie in Washington</li>
<li>Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine durch ein kubanisches Flugzeug.</li>
</ul>
<p>Für den Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine sah man vor, ein genaues Duplikat eines tatsächlich registrierten Zivilflugzeuges der CIA anzufertigen. Vorgesehen war hierfür der Luftwaffenstützpunkt Eglin. Das Duplikat sollte durch ein Rendezvous beider Flugzeuge südlich von Florida ausgetauscht werden. Zuvor haben bereits Passagiere mit falschem Namen das tatsächlich registrierte Flugzeug betreten und fliegen auf Minimalhöhe zum vorgesehenen Luftwaffenstützpunkt Eglin zurück. Das Duplikat sollte als Drohne weiter Richtung Kuba fliegen und mit der Notfrequenz „May Day“ einen Angriff durch ein kubanisches Kampfflugzeug simulieren. Indem das Signal von der International Civil Aviation Organization aufgefangen wird, würde der Vorfall von ganz allein genug Aufsehen erregen, ohne großes Zutun der US-Administration.[2]</p>
<h3>Folgen</h3>
<p>Da das Dokument von John F. Kennedy abgelehnt wurde, blieb Operation Northwoods ein Entwurf ohne tiefgreifende Folgen für die kurz darauf folgende Kubakrise. Bedeutung erlangte das Dokument erst wieder mit der Veröffentlichung in den 1990ern und der Auswertung interner Geheimdienstprotokolle aus der Zeit der Kubakrise, sowie durch die Terroranschläge vom 11. September 2001.</p>
<p>Heutzutage sehen mehrere derjenigen, die die offizielle Version über Tathergang und Verursacher der Terroranschläge am 11. September bezweifeln, in Operation Northwoods ein Planspiel, das als Vorbild für die Anschläge diente. Die Existenz des Plans wird außerdem häufig als Beweis dafür angeführt, dass der Gedanke an eine Inszenierung von Terroranschlägen gegen das eigene Land durch US-Regierungsbehörden keinesfalls absurd sei.</p>
<h3>Verweise</h3>
<p><strong>Interne Verweise</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Flagge_(Operation)" target="_blank">Falsche Flagge (Operation)</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung_(Italien)" target="_blank">Strategie der Spannung (Italien)</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio" target="_blank">Gladio</a></li>
</ul>
<p><strong>Weblinks</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.gwu.edu/%7Ensarchiv/news/20010430/" target="_blank">Originaldokument (englisch)</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15933/1.html" target="_blank">Telepolis: Operation Northwoods</a></li>
<li><a href="http://www.newsatelier.de/html/northwoods.html" target="_blank">Newsatelier-Recherche mit Hintergrund-Infos und Interview mit dem US-Geheimdienst-Experten James Bamford</a></li>
</ul>
<p><strong>Einzelnachweise</strong></p>
<p>1. ↑ Ganser, Daniele: Die Kubakrise &#8211; UNO ohne Chance. Kai Homilius Verlag. 2007. S.92.</p>
<p>2. ↑ Bamford, James: NSA. Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt. 2001. S. 92 &#8211; 93.</p></blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>Dänisches Militär fälscht &#8222;Al-Qaida-Handbuch&#8220;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 10:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>forgottentruth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verdeckte Kriegsführung]]></category>
		<category><![CDATA[Al-Qaida]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine brandaktuelle Sache: gerade geistert durch die Medien, dass der dänische Generalstabschef zurücktritt, weil ein dänischer Elitesoldat ein Buch veröffentlicht, in dem er über seine Einsätze im Irak und Afghanistan berichtet. Das Militär wollte diese Veröffentlichung mit dem Hinweis stoppen, dass Al-Quaida daraus nützliche Informationen ziehen könnte &#8211; und so das Leben dänischer Soldaten gefährdet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wasgeschahwirklich.wordpress.com&blog=9700692&post=45&subd=wasgeschahwirklich&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eine brandaktuelle Sache: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/daenemark_militaer_1.3786882.html" target="_blank">gerade geistert durch die Medien</a>, dass der dänische Generalstabschef zurücktritt, weil ein dänischer Elitesoldat ein Buch veröffentlicht, in dem er über seine Einsätze im Irak und Afghanistan berichtet. Das Militär wollte diese Veröffentlichung mit dem Hinweis stoppen, dass Al-Quaida daraus nützliche Informationen ziehen könnte &#8211; und so das Leben dänischer Soldaten gefährdet würden. Als Beweis dafür wurde vor Gericht angeführt, dass es im Internet sogar schon in&#8217;s Arabische übersetzte Versionen des Buchs gäbe. Problem dabei: es stellte sich jetzt heraus, dass diese Übersetzung vom dänischen Militär(!) angefertigt wurde! Hier wurde einmal mehr mit der Angst vor &#8222;Al-Qaida&#8220; gespielt und gar &#8222;Beweise&#8220; gefälscht, um sie Al-Qaida, bzw. nahestehenden terroristischen Gruppen unterzujubeln.</p>
<p><span id="more-45"></span>Die Tageszeitung <a href="http://www.taz.de/nc/1/leben/internet/artikel/1/hinterhalt-scheitert-an-word-kenntnis" target="_blank">taz</a> hat einen recht ausführlichen Bericht über diese Story. In vielen anderen Berichten fehlt z.B. der Hinweis, dass diese vom Militär angefertigte arabische Übersetzung als Druckmittel vor Gericht benutzt wurde, um die Veröffentlichung des Buchs zu stoppen:</p>
<blockquote><p>Dänischer Minister unter Druck</p>
<h3>Hinterhalt scheitert an Word-Unkenntnis</h3>
<p>Das dänische Militär lancierte eine angeblich von Terroristen stammende Buchübersetzung im Internet &#8211; übersah aber die Funktion, die den Verfasser anzeigt. VON REINHARD WOLFF</p>
<p>STOCKHOLM taz | Sie hatten Unrecht und brachten Leib und Leben dänischer Soldaten in Gefahr. Das dänische Gericht, das es abgelehnt hatte, das Buch eines Elitesoldaten zu verbieten und die Tageszeitung Politiken, <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/spezialeinsatz-fuer-die-pressefreiheit/" target="_blank">die mit der Begründung eine Zensur verhindern zu wollen dieses Buch vollinhaltlich abgedruckt hatte.</a> Denn nichts konnte wohl besser beweisen, dass die in diesem verbreiteten Informationen eine „Gebrauchsanweisung für al Qaida“ darstellten, als die Tatsache, dass die „Terroristen“ sich sofort die Mühe gemacht hatten, das gesamte Buch umgehend ins Arabische zu übersetzen.</p>
<p>Drei Tage nachdem <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/verbotsantrag-gescheitert/" target="_blank">das dänische Militär mit seinem Verbotsantrag gerichtlich gescheitert war</a>, trat Verteidigungsministers Søren Gade mit Hinweis auf eine bereits im Internet kursierende arabische Fassung erst vor den verteidigungspolitischen Ausschuss des Parlaments und dann vor die Medien. Und stellte die rhetorische Frage, ob denn nun wirklich noch jemand das Interesse des „Feindes“ an dem Buch des Jägersoldaten Thomas Rathsack und damit die Berechtigung des Zensurversuchs des Militäroberkommandos bezweifeln könnte. Mit dem Erfolg, tatsächlich für eine Weile Betroffenheit auszulösen.</p>
<p>Seltsam nur, das der von einer Zeitung engagierte Dolmetscher für Arabisch diese „Übersetzung“ als <strong>völlig unverständlich abtat</strong>. Wie sich zeigte, war sie einfach mit Hilfe des maschinellen Übersetzungsprogramms „Google-translate“ erstellt worden und stellte sich als <strong>bloßes wirres Kauderwelsch dar.</strong> Noch peinlicher wurde es für das Militäroberkommando, als ein mit den Grundbegriffen von Microsoft-Word vertrauter Journalist bei dem im „doc.“-Format verbreiteten Dokument auf „Eigenschaften“ klickte und als Verfasser der Übersetzung das – Militäroberkommando fand.</p>
<p>Die schnell von der dortigen IT-Abteilung errichtete Verteidigungslinie, wonach man wirklich eine arabische Fassung im Internet gefunden, diese lediglich herunter geladen und auf dem eigenen Rechner nur in das „doc.“-Format konvertiert habe, hielt nicht lange. <strong>Dann könne man ja auch sicher die entsprechenden Log-Files und Serverinformationen vorlegen, die das beweisen?</strong> Das konnte man nicht und nach einigem Zögern <strong>gestand der Chef der IT-Abteilung zu, er habe persönlich die arabische Fassung erstellt und in Umlauf gebracht.</strong> Und nahm am Donnerstag seinen Hut.</p>
<p>Bleibt die Frage, wer ihn mit dieser „Übersetzung“ beauftragt hatte und wer für diesen durchsichtigen Täuschungsversuch die politische Verantwortung übernehmen muss. „Was wusste Søren Gade?“ schlagzeilte am Freitag die Tageszeitung Information und hält es für <strong>unglaubwürdig, dass der Entlastungsangriff mit der Übersetzung die Idee eines einzelnen Mitarbeiters gewesen sein soll.</strong></p>
<p>Die sozialdemokratische Opposition fordert nun den Rücktritt des Verteidigungsministers. Der hatte sich tatsächlich weit aus dem Fenster gelehnt. Wenn sich herausstellen sollte, dass das eigene Militär die Übersetzung fabriziert habe, „stehe ich ganz vorne auf der Planke und bin auf dem Weg hinab ins Wasser“, hatte Søren Gade am vergangenen Wochenende in einer TV-Talkshow formuliert, als man ihn mit den ersten Verdachtsmomenten konfrontierte: „Ich bin der Direktor, the buck stops here.“</p>
<p>Der IT-Abteilung des Militäroberkommandos empfahlen Medien mittlerweile, doch mal einen Grundkurs in Microsoft-Word zu buchen. Denn wenn nicht einmal deren Chef sich darüber im Klaren war, was Microsoft so alles speichert und welch einfach zu verfolgende Spuren der Verfasser eines Word-Dokuments hinterlasse, sei einiges faul mit der IT-Sicherheit im Staate Dänemark.</p></blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>Operation Artischocke: Ein geheimes Forschungsprogramm der CIA zur Bewusstseinskontrolle</title>
		<link>http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/23/usa-operation-artischocke/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 11:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>forgottentruth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenversuche]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstseinskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[CIA]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Olson]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnwäsche]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Operation Artischocke&#8220; war ein 19 Monate andauerndes geheimes Forschungsprogramm der CIA, das Anfang der 50&#8242;er Jahre durchgeführt wurde. Das Ziel war dabei, den menschlichen Willen zu brechen und so die Bewusstseinskontrolle zu erforschen. Dazu wurden Verhöre mit Gefangenen durchgeführt, in denen nachweislich Hypnose und Drogen bis hin zur Folter angewandt wurden. Selbst Gehirnoperationen oder Biowaffen-Tests [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wasgeschahwirklich.wordpress.com&blog=9700692&post=24&subd=wasgeschahwirklich&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8222;Operation Artischocke&#8220; war ein 19 Monate andauerndes geheimes Forschungsprogramm der CIA, das Anfang der 50&#8242;er Jahre durchgeführt wurde. Das Ziel war dabei, den menschlichen Willen zu brechen und so die Bewusstseinskontrolle zu erforschen. Dazu wurden Verhöre mit Gefangenen durchgeführt, in denen nachweislich Hypnose und Drogen bis hin zur Folter angewandt wurden. Selbst Gehirnoperationen oder Biowaffen-Tests in Form Infizierung Gefangener mit Milzbranderregern wurden durchgeführt, wobei der Tod der &#8222;Probanten&#8220; billigend in Kauf genommen wurde. Klingt unfassbar &#8211; ja, aber leider ist auch das <strong>keine </strong>Verschwörungstheorie mehr, wie nachfolgend gezeigt wird&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-24"></span></p>
<p>Am aufschlußreichsten dürfte wohl die relativ aktuelle Fernseh-Dokumentation &#8222;Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA&#8220; der beiden WDR-Autoren Egmont R. Koch und Michael Wech sein. Diese haben sich im Rahmen ihrer Nachforschungen zum Todesfall von Frank Olson mit dem Thema beschäftigt und dazu 2002 auch ein gleichnamiges Buch veröffentlicht. Die Dokumentation wurde übrigens auf Arte ausgestrahlt.</p>
<p>Außerdem habe ich den aktuellen Stand zu diesem Thema aus Wikipedia eingestellt, sowie einen Auszug aus einem Spiegel-Artikel von 2002, der sich eigentlich generell mit Geheimdiensten befasst, aber auch einige interessante Absätze zu &#8222;Operation Artischocke&#8220; enthält.</p>
<p>Wer übrigens glaubt, dass dieses Projekt nach den 19 Montaen eingestellt wurde, täuscht sich: das Nachfolgeprojekt hieß MKULTRA und dauerte bis in die 70&#8242;er Jahre(!) &#8211; doch dazu später mehr&#8230;</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Hier zuerst der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Artischocke" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a>:</span></p>
<blockquote>
<h3>Operation Artischocke</h3>
<p>aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie</p>
<p>Die Operation Artischocke war der Codename für ein umfangreiches, geheimes Forschungsprogramm der CIA über Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle vom 20. August 1951 bis 20. April 1953. Vorgängerprojekt war das Projekt BLUEBIRD, Nachfolger das Projekt MKULTRA.</p>
<p><strong>Ziele und Methoden</strong></p>
<p>Zu Beginn und während des Kalten Krieges versuchten Sowjets und Amerikaner das Wissen von damaligen NS-Ärzten und Wissenschaftlern zu Verhören an Gefangenen durch Verabreichung von Drogen wie LSD, Marihuana und Heroin, aber auch Folter und Hypnose in Erfahrung zu bringen. Einige dieser Verhöre endeten mit dem Tod des Gefangenen. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand waren die Möglichkeiten über den Einsatz als B- oder C-Waffen.</p>
<p>Erstmals wurden im Jahr 1952, im Auftrag der CIA, in der damaligen Villa Schuster am Rande der Stadt Kronberg im Taunus, heute bekannt unter dem Namen Haus Waldhof, Verhöre an Gefangenen durchgeführt, bei denen Folter, Drogen und Hypnose angewandt wurden. Aufzeichnungen belegen, wie russischen Agenten Mittel verabreicht wurden, um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und um so Geheimnisse und Informationen zu erlangen.</p>
<p><strong>Vorgeschichte</strong></p>
<p>Die Anfänge der Operation Artischocke gehen auf das Jahr 1945 zurück, wonach während der Befreiung des KZ Dachau die Überlebenden den US-Ärzten von schrecklichen Experimenten mit Drogen, Krankheitserregern (Malaria, Pest und Fleckfieber) und Chemikalien (Phenol und verschiedene Chloride) an Häftlingen berichteten. Kurz darauf wurde im Schloss Kransberg nördlich von Frankfurt die wissenschaftliche Elite der Nationalsozialisten verhaftet und unter dem Namen Operation Dustwind verhört. Unteran&gt; den Kransberg-Gefangenen waren auch jene Wissenschaftler, welche im KZ Dachau die Versuche an den Häftlingen durchführten. Der bekannteste NS-Arzt war Kurt Blome, der von dem Militärtribunal durch Intervention der CIA, trotz erdrückender Beweislast, welche sich nicht zuletzt durch ein offenes Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zu Adolf Hitler auszeichnete, freigesprochen wurde, um ihn im Gegenzug in eigene Dienste zu stellen. Heute weiß man, dass seine Arbeit maßgeblich zur Entwicklung von Biowaffen auf amerikanischer Seite beigetragen hat. Ein weiterer Wissenschaftler, Frank Olson, war ebenfalls maßgeblich an der Entwicklung der Stoffe beteiligt.</p>
<p>Im Verlauf der „Cooperation“ erlangte die CIA eine Menge fundiertes Wissen über B- und C-Waffen. Es wurden mit den Erkenntnissen von Kurt Blome, Frank Olson und anderen NS-Wissenschaftlern Waffenexperimente mit Krankheitserregern, u.a. auch mit Anthrax, in der Karibik und in Alaska durchgeführt. Man ging sogar soweit, mit den Biokampfstoffen auf eigenem Boden, in der San Francisco Bay, zu experimentieren. Man wollte herausfinden, wie die Stadt auf einen B-Waffenanschlag der Sowjetunion reagieren würde.</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>* Egmont R. Koch, Michael Wech: Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA. Goldmann, 2004, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783442152810" target="_blank">ISBN 978-3442152810</a></p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;">Der Auszug aus dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-25361999.html" target="_blank">Spiegel-Artikel</a>:</span></p>
<blockquote><p>&#8230;</p>
<p>Wer aber nach der Lektüre des Baer-Buches an dessen Hauptthese glauben sollte, der Ausweg aus den Geheimdienstkatastrophen sei ausgerechnet mit &#8222;dirty tricks&#8220; zu finden, dem ist das schockierende Buch &#8222;Deckname Artischocke&#8220; von Egmont R. Koch und Michael Wech zu empfehlen. Die Autoren berichten, dass die CIA nach Kriegsende zu den &#8222;dirty tricks&#8220; auch den Einsatz von Drogen, Milzbranderregern und tödlichen biochemischen Mitteln rechnete. &#8222;Deckname Artischocke&#8220; ist auch die Geschichte des möglicherweise von der CIA umgebrachten früheren Biochemikers Frank Olson, der im November 1953 unter mysteriösen Umständen aus einem New Yorker Hotelzimmer stürzte. Olson hatte nach jahrelanger Mitarbeit an grausamen CIA-Versuchen Skrupel bekommen und wollte aussteigen. Als er der CIA zu gefährlich wurde, räumte sie ihn offensichtlich aus dem Weg. Koch und Wech sprachen mit Olsons Sohn Eric, der die Leiche des Vaters exhumieren ließ, um Klarheit über den angeblichen Selbstmord zu erhalten.</p>
<p>Sie kamen bei ihren Ermittlungen den geheimen Menschenversuchen der CIA auf die Spur. Im rechtsfreien Raum konnten die CIA-Agenten foltern und spritzen, Prostituierten und Kriegsgefangenen LSD und Benzedrin verabreichen, um Brainwashing-Methoden für Verhöre russischer Spione zu entwickeln. Man führte Gehirnoperationen bei Homosexuellen durch, infizierte Kriegsgefangene oder Gefängnisinsassen mit Milzbranderregern, Hasenpestbakterien und nahm den tödlichen Ausgang dieser &#8222;Experimente&#8220; in Kauf. Dass viele Versuche denen der deutschen KZ-Ärzte ähnelten, die als Kriegsverbrecher in Nürnberg angeklagt waren, ist kein Zufall: Die Amerikaner hatten nämlich einige der brutalsten deutschen Medizinmänner für diese sadistischen Praktiken angeworben und in den USA beschäftigt. Koch und Wech liefern auch deutliche Hinweise darauf, dass der vom FBI gesuchte Anthrax-Attentäter, der Milzbranderreger per Post verschickte, aus den Reihen dieser an Geheimwaffen laborierenden CIA-Biochemiker kommen könnte.</p>
<p>&#8230;</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;">Die youtube-Videos zur Dokumentation &#8222;Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA&#8220;</span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/23/usa-operation-artischocke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/f-Fqa75Y4B0/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/23/usa-operation-artischocke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/TSbroCwML-A/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/23/usa-operation-artischocke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/MGezJqoyApo/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/23/usa-operation-artischocke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/r80yqkgMUaE/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/23/usa-operation-artischocke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/s4uTi5gsPKs/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Syphilisstudie von Tuskegee: Hunderte Menschen werden 40 Jahre lang im Namen der Forschung gequält</title>
		<link>http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/19/usa-syphilisstudie-von-tuskegee/</link>
		<comments>http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/19/usa-syphilisstudie-von-tuskegee/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 08:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>forgottentruth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenversuche]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Clinton]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Tuskegee]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Farbige Baumwollpflücker im besinnlichen Städtchen Tuskegee, Alabama und eine skrupellose medizinische Forschung unter Mitwissen der Regierung bilden das Setup für einen der grausamsten Versuche der Medizingeschichte, welcher 40 Jahre dauern sollte (von 1932 bis 1972): Menschen, die an Syphilis erkrankt waren, wurde jedwede Therapie vorenthalten &#8211; selbst dann, als es wirksame Medikamente gab. Und das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wasgeschahwirklich.wordpress.com&blog=9700692&post=16&subd=wasgeschahwirklich&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Farbige Baumwollpflücker im besinnlichen Städtchen Tuskegee, Alabama und eine skrupellose medizinische Forschung unter Mitwissen der Regierung bilden das Setup für einen der grausamsten Versuche der Medizingeschichte, welcher 40 Jahre dauern sollte (von 1932 bis 1972): Menschen, die an Syphilis erkrankt waren, wurde jedwede Therapie vorenthalten &#8211; selbst dann, als es wirksame Medikamente gab. Und das alles nur, um den &#8222;Natürlichen Verlauf&#8220; dieser Krankheit zu erforschen &#8211; die Betroffenen waren menschliche Versuchskaninchen. Bill Clinton entschuldigte sich zwar 1997 öffentlich &#8211; die verantwortlichen Mediziner gingen aber straffrei aus. Unglaublich? Ja, aber leider wahr&#8230;</p>
<p><span id="more-16"></span>Dieser Fall war eigentlich derjenige, der mich letztes Jahr dazu bewegte, diesen Blog hier in&#8217;s Leben zu rufen: man braucht seinem Umfeld gar nicht mit (heutigen) Verschwörungstheorien wie z.B. 9/11 zu kommen &#8211; es reichen doch eigentlich die Fälle, die heutzutage zweifelsfrei und durch freigegebene Dokumente von Regierung und / oder öffentlichen Stellen bewiesen sind, um zu zeigen, dass manchmal nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint&#8230;</p>
<p>Deshalb hier zwei Texte, die die &#8222;Syphilisstudie von Tuskegee&#8220; behandeln. Insbesondere der Tagesspiegel-Beitrag ist lesenswert (wenn auch umfangreich)!</p>
<h3><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tuskegee-Syphilis-Studie" target="_blank">Wikipedia</a> schreibt dazu:</h3>
<blockquote><p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Tuskegee-Syphilis-Studie</strong></span></p>
<p>Die Tuskegee-Syphilis-Studie wurde von 1932 bis 1972 in der Gegend von Tuskegee, Alabama durchgeführt. In dieser Studie wurden die Folgen unbehandelter Syphilis, einer tödlich verlaufenden Geschlechtskrankheit, beim Menschen untersucht. 399 afro-amerikanische sharecroppers – eine Art von Land-Pächtern – nahmen an der Studie teil. Darunter befanden sich auch 200 Personen ohne Syphilis als Kontrollgruppe. Die Versuchspersonen waren zum großen Teil arm und konnten weder lesen noch schreiben.</p>
<p>Diese Studie erlangte Berühmtheit für die menschenverachtende Durchführung: Der Zweck der Studie war, den natürlichen Verlauf der Syphilis-Erkrankung zu beobachten. Die Studie wurde nicht abgebrochen, als wirksame Syphilis-Medikamente erhältlich waren. Die Versuchsteilnehmer hatten keine Gelegenheit zu einer informierten Einwilligung. Sie wurden auch nicht über eine Syphilis-Diagnose unterrichtet. Man sagte ihnen stattdessen, dass sie „schlechtes Blut“ hätten (engl. bad blood), und dass sie eine kostenlose Behandlung bekämen. Ebenso würden sie kostenlose Fahrten zur Klinik, eine warme Mahlzeit täglich und im Todesfall $50 für die Beerdigung erhalten.</p>
<p><strong>Weblinks</strong></p>
<p>* <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/geschichte/Tuskegee-Studie;art15504,2343688" target="_blank">www.tagesspiegel.de</a> Medizinskandal: Tödliche Lüge</p>
<p>* <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/120/429872/text/" target="_blank">www.sueddeutsche.de</a> Spätfolgen eines perfiden Versuchs: Das Misstrauen der Schwarzen</p>
<p>* <a href="http://www.cdc.gov/nchstp/od/tuskegee/time.htm" target="_blank">www.cdc.gov</a> Tuskegee-Experiment (Englisch)</p>
<p>* <a href="http://facstaff.gpc.edu/~shale/humanities/composition/assignments/experiment/tuskegee.html" target="_blank">www.gpc.edu</a> Internet Resources on the Tuskeegee Study (Englisch)</p></blockquote>
<h3>Der <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/geschichte/Tuskegee-Studie;art15504,2343688" target="_blank">Tagesspiegel</a> schreibt:</h3>
<blockquote><p>Medizinskandal</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Tödliche Lüge</strong></span></p>
<p>Es ist der größte Medizinskandal in der Geschichte der USA: die Tuskegee-Studie. 400 mit Syphilis infizierte Schwarze wurden 40 Jahre lang absichtlich nicht ärztlich behandelt. Erst 1972 kam die Wahrheit ans Licht.</p>
<p>Von Christine Knust</p>
<p>22.7.2007 13:01 Uhr</p>
<p>Ein bisschen gewundert hatte sich Charlie Pollard schon über diese Lady, die da plötzlich vor ihm auftauchte, während er die Kühe zum Viehmarkt trieb. Warum hatte sie ihm all diese Fragen gestellt, über die Klinik und die Ärzte? Verstanden hat er die ganze Geschichte erst, als er sie am 26. Juli 1972 in der „Birmingham News“ las. Sein angeblich „schlechtes Blut“, die weißen Pillen, die nur kurz seine Schmerzen betäubt hatten, die Rückenmarkspunktion, nach der er zehn Tage lang kotzend und mit geschwollenem Kopf im Bett gelegen hatte, alles ergab plötzlich einen Sinn. Sie hatten ihn belogen, die Leute von der amerikanischen Gesundheitsbehörde. Seit über 40 Jahren hatten sie ihn als Versuchskaninchen missbraucht.</p>
<p>Einen Tag später hielt Charlie Pollard seinen Hut in den großen, schwieligen Händen, mit denen er seit vielen Jahren Viehzäune repariert und Kühe zum Markt getrieben hatte. Unangemeldet stand er im Büro von Fred Gray, Rechtsanwalt in Tuskegee, Alabama, der schon Martin Luther King vertreten hatte und Rosa Parks, die Frau, die sich 1955 geweigert hatte ihren Platz im Bus für einen Weißen zu räumen.</p>
<p>Der schwarze Farmer, 67 Jahre alt, atmete tief durch und fragte Gray, ob der denn die „Birmingham News“ gelesen hätte. Dann sagte Pollard: „Ich bin einer der Männer aus der Zeitung.“ Und er zeigte auf den Bericht über eine medizinische Studie, die „Study of Untreated Syphilis in the Male Negro“. Charlie Pollard war einer von 400 Schwarzen, die man 40 Jahre lang ahnungslos ihrer Krankheit überlassen hatte, der Syphilis. Und alles nur, weil die Ärzte von der Gesundheitsbehörde wissen wollten, was diese Krankheit im Körper ihrer Opfer anstellen würde.</p>
<p>Auch Fred Gray verstand: Man hatte diesem Mann und seinen Leidensgefährten die Behandlung verweigert, hatte ihre Grundrechte verletzt, sie in ein medizinisches Experiment verwickelt, wie es dieses Land noch nicht gesehen hatte. Dafür sollten sie nun zahlen. Gray strengte einen Prozess gegen die amerikanische Regierung an.</p>
<p>Was die Ärzte überhaupt antrieb, ist nicht nachvollziehbar. Zumal die Syphilis und ihre grausigen Folgen schon seit Jahrhunderten bekannt waren. Seit 1905 ließ sich auch ihr Erreger Treponema pallidum nachweisen. Katharina die Große, Heine, Gauguin – sie alle hatten gelitten unter der Seuche, die im ersten Stadium oft gar nicht bemerkt wird. Denn ungefähr drei Wochen nach der Ansteckung erscheint an der Stelle, an der die Bakterien in die Haut oder Schleimhaut eingedrungen sind, ein schmerzloses Geschwür, das auch ohne Behandlung nach rund einem Monat wieder abheilt.</p>
<p>Im zweiten Stadium glauben viele Syphiliskranke, sich eine schwere Grippe eingefangen zu haben. Der Patient fühlt sich schlapp, hat Fieber und geschwollene Lymphknoten. Ein Hautausschlag kann auftreten, der von alleine wieder verschwindet und deshalb häufig ignoriert wird. Nun kann es zu einer Latenzzeit kommen, in der der Betroffene beschwerdefrei lebt, aber weiter ansteckend ist. Nach einigen Jahren befällt die Syphilis die inneren Organe: Überall im und am Körper können entzündliche Wucherungen auftreten und Gewebe zerstören, der Gaumen bricht womöglich durch, die Aorta kann sich wuchernd durch den Brustkorb fressen.</p>
<p>Wer nun einen Herzinfarkt erleidet, kann sich sogar noch glücklich schätzen: Im vierten und letzten Stadium der Syphilis, in dem die Hirnhäute und Nervenbahnen betroffen sind, leiden die Patienten an Wahnvorstellungen, Schmerzanfällen und Lähmungen. Dieses Stadium führt unbehandelt zum Verlust des Verstandes, schließlich zum Tod.</p>
<p>Während der Schwangerschaft kann eine Mutter ihr Baby anstecken. Totgeburten sind die Folge, oder das infizierte Kind leidet an Hepatitis, Schwerhörigkeit oder Lungenentzündung. Es kann freilich bei der Geburt auch noch keine Symptome zeigen und erst Jahre oder Jahrzehnte später schwer erkranken.</p>
<p>Da die Männer zu keinem Zeitpunkt darüber informiert worden waren, dass sie an Syphilis litten, hatten nicht wenige von ihnen ihre Frauen angesteckt, die wiederum Kinder mit angeborener Syphilis zur Welt brachten. Das Leid, dass sie über die Männer und deren Familien gebracht hatten, nahmen die Verantwortlichen der Studie in Kauf.</p>
<p>Dabei war die Untersuchung ursprünglich unter philanthropischen Vorzeichen gestartet: Booker T. Washington, Direktor des Tuskegee Instituts, einer Hochschule für Schwarze, und der wohlhabende Julius Rosenwald, Gründer des Handelsunternehmens Sears, Roebuck &amp; Company, planten in den späten 20er Jahren ein Gesundheitsprogramm für Schwarze in Macon County, einem Landkreis von Alabama, dem „Cotton State“. Denn Krankheiten wie Tuberkulose, Syphilis und Malaria waren durch die jämmerlichen Lebensbedingungen der Afroamerikaner weit verbreitet. Rosenwald hatte zuvor schon Selbsthilfeinitiativen für schwarze Südstaatler unterstützt. Doch als er durch den Börsenkrach 1929 sein Vermögen verlor, konnte er das Gesundheitsprogramm in Tuskegee nicht weiter finanzieren.</p>
<p>Der Public Health Service, eine Behörde im US-Gesundheitsministerium, schaltete sich ein. Aber im Gegensatz zu Rosenwald glaubte man beim PHS, dass Schwarze sowieso kaum zivilisiert seien und man die Syphilis unter ihnen niemals auslöschen könne. „Vielleicht“, so hatte der PHS-Arzt Thomas W. Murell schon 20 Jahre zuvor in einem Aufsatz geschrieben, „wird hier, in Verbindung mit der Tuberkulose, das Ende des Negerproblems liegen. Die Krankheit wird vollenden, was der Mensch nicht kann.“</p>
<p>Obwohl die Syphilis bereits zur Genüge erforscht war, gingen die Ärzte davon aus, dass die Krankheit bei Schwarzen andere Auswirkungen habe als bei Weißen: Bei Weißen schädige die Geschlechtskrankheit vor allem das Gehirn und die Nervensysteme, bei Schwarzen dagegen die Herzgefäße – aufgrund ihrer unterentwickelten Gehirne, die 1000 Jahre hinter denen der Weißen zurückstünden. Dass sich unter Schwarzen wegen des angeblich besonders umtriebigen Sexualverhaltens Geschlechtskrankheiten schnell verbreiten, davon war man Anfang der 30er Jahre beim PHS überzeugt – dabei war erwiesen, dass es sich bei 61 Prozent der Syphilisfälle unter Schwarzen in Macon County um eine nichtsexuell übertragene Syphilis handelte. Trotzdem: „Die Neger“, so erklärte einer der Ärzte, seien nun mal „eine notorisch syphilisdurchweichte Rasse“, sexuell hyperaktiv und verdorben, sobald sie die Pubertät erreichen.</p>
<p>Amerika litt unter der Großen Depression, als die Studie 1932 begann. Ungefähr 15 Millionen Menschen hatten keine Arbeit. Die Industrieproduktion in den USA war seit dem Wall Street Crash im Jahre 1929 um fast die Hälfte gesunken, ebenso wie das landwirtschaftliche Einkommen. In Macon County lebten 27 000 Schwarze – die Hälfte von ihnen unterhalb der Armutsgrenze. Obwohl die Sklaverei seit fast 70 Jahren abgeschafft war, wurden Schwarze immer noch ausgebeutet: Auf den Baumwollfeldern, die sie teuer pachteten und deren Ertrag sie zu festen Sätzen an den Landbesitzer abgeben mussten, arbeiteten sie von früh bis spät unter sengender Hitze – Erwachsene genauso wie Kinder, denn kaum eine Familie konnte es sich leisten, auf eine Arbeitskraft zu verzichten. Ohnehin gab es in den nach Hautfarbe getrennten Schulen für Schwarze nurr die Grundausstattung, so dass sie oft nicht richtig lesen und schreiben konnten. Versuchten sie aus ihrer Misere zu fliehen, wurden sie wie Leibeigene gejagt, eingesperrt, nicht selten verprügelt oder am nächsten Baum aufgeknüpft – ohne Konsequenzen für die weißen Täter.</p>
<p>Fast kein Schwarzer dort war jemals medizinisch versorgt worden. „A poor nigger has a hard time“, so beschrieb es ein Baumwollpflücker. Ohne Geld keine Behandlung. „Du musst das Geld gleich auf den Tisch legen oder du liegst einfach da und kratzt ab.“ Als der Public Health Service auf den Feldern und bei Gottesdiensten Handzettel verteilte, in denen „colored people“ eine kostenlose medizinische Behandlung angeboten wurde, kamen Hunderte Landarbeiter. Einer dieser Männer war Charlie Pollard. Man nahm ihnen Blut ab, schaute ihnen in den Rachen und erklärte den Schwarzen, dass sie an „bad blood“ litten, eine schwammige Bezeichnung für allerlei Maladitäten. Als „Behandlung“ verabreichten die Ärzte Vitamine und wirkungslose Mengen des damals gängigen Syphilismedikaments Salvarsan. Betreut wurden die Teilnehmer von der freundlichen schwarzen Krankenschwester Eunice Rivers, die man extra für diese Studie eingestellt hatte.</p>
<p>Nach dieser ersten Untersuchung beschlossen die Mediziner, bestimmte Teilnehmer für ihre Syphilisstudie zu suchen. Männer wollten sie, weil man an deren Genitalien die Symptome der Geschlechtskrankheit besser erkennen kann als bei Frauen. Außerdem sollten die Männer mindestens 25 Jahre alt und die Syphilis bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sein.</p>
<p>Die Gesundheitsbehörde verschickte Aufforderungen an die männlichen Teilnehmer ihrer Gratisuntersuchung, die glaubten, an „schlechtem Blut“ zu leiden: „Jetzt bekommen Sie die letzte Chance auf eine zweite Untersuchung… Denken Sie daran, das ist Ihre letzte Chance auf eine kostenlose Spezialbehandlung!“</p>
<p>Und wieder vertrauten Hunderte Männer den Ärzten. Die „Spezialbehandlung“ bestand in jener äußerst schmerzhaften Rückenmarkspunktion, wie sie auch an Charlie Pollard durchgeführt wurde. Denn in der Rückenmarksflüssigkeit lässt sich das Ausbreiten der Syphilis besonders gut nachweisen. Pollard wurde wie den anderen 399 syphiliskranken Männern, die man für die Studie ausgewählt hatte, nur Aspirin, ein „Frühlings-Tonic“ genanntes Präparat und Grippemittel verabreicht. 200 gesunde Männer dienten als Vergleichsgruppe, die man der gleichen Prozedur unterzog. Und alle Ärzte im Umkreis wurden angewiesen, die Kranken nicht zu behandeln.</p>
<p>Den Zweck der Studie beschrieb Oliver C. Wenger, einer der führenden Köpfe des Programms, ein Jahr später in einem Brief an seinen Kollegen Raymond Vonderlehr: „Wir haben kein weiteres Interesse an diesen Patienten, bis sie sterben.“ Um die Auswirkungen der Syphilis im Körper genau studieren zu können, hielten die Ärzte Autopsien für notwendig – bei den Infizierten genauso wie bei der Kontrollgruppe, deren Leichen die Mediziner zum Vergleich öffnen wollten. Wenger warnte Vonderlehr, man müsse aufpassen, dass die Farbigen nichts von den Autopsieplänen mitbekämen, da sonst jeder „Darkey“, wie es abfällig hieß, Macon County verlassen würde.</p>
<p>Um die Männer im Todesfall schnell ins Krankenhaus bringen zu können, machte Eunice Rivers häufig Hausbesuche und achtete darauf, ob jemand schwerkrank im Bett lag. Den Teilnehmern versprach man 50 Dollar für eine anständige Beerdigung, die sie sich nie hätten leisten können. Nach deren Tod überredeten die Ärzte die Angehörigen zu einer „Operation“ des Verstorbenen.</p>
<p>De facto führten die Ärzte Autopsien durch, bei denen auch Eunice Rivers zugegen war, jene Schwester, die sich die Sorgen und Ängste der Männer anhörte, vielen von ihnen eine tröstende, vertrauenswürdige Freundin war. Oft chauffierte die Krankenschwester die nichts ahnenden Männer, die dabei fröhlich ihren Nachbarn zuwinkten, in ihrem schwarzen Chevrolet zu den Untersuchungen und zurück in ihre Hütten.</p>
<p>So gut kümmerte man sich um die Männer, dass der Zweite Weltkrieg an ihnen vorüberzog: In den 40er Jahren wurde Penicillin als Wunderwaffe gegen Syphilis entdeckt, doch die betroffenen Schwarzen aus Macon County wurden nicht kuriert. Im Gegenteil: Um zu verhindern, dass rekrutierte Teilnehmer bei der Armee behandelt werden konnten, stellte der PHS sie nach der Musterung vom Wehrdienst frei.</p>
<p>Und Nurse Rivers gab so sehr auf die Patienten Acht, dass sie einem Teilnehmer namens Herman Shaw einmal folgte, als der mit dem Bus von Tuskegee ins mehr als 200 Kilometer entfernte Krankenhaus nach Birmingham gefahren war – er war versehentlich zur Behandlung dorthin geschickt worden. Doch die nette Schwester spendierte ein Frühstück und konnte Shaw davon überzeugen, dass er nur in Tuskegee behandelt werden durfte.</p>
<p>Die Todesrate bei den syphiliskranken Teilnehmern war Ende der Vierziger doppelt so hoch wie in der Kontrollgruppe. Wenger erklärte dazu 1950 auf einem Seminar: „Wir wissen jetzt, wo wir vorher nur vermuten konnten, dass wir zu ihrem Leid beigetragen und ihr Leben verkürzt haben.“ 1958 erhielten diejenigen, die seit Anfang an dabei waren, 25 Dollar. In all den Jahrzehnten, die die Studie andauerte, äußerten immer wieder Mediziner Bedenken, sie weiterzuführen. Ihre Ansichten wurden ignoriert.</p>
<p>Bis Peter Buxtun, ein junger ehemaliger PHS-Mitarbeiter, nach jahrelangen vergeblichen Protesten im Juli 1972 eine befreundete Journalistin informierte und der „Washington Evening Star“ mit seinem Bericht am 25. Juli eine Lawine auslöste, einen Tag später berichteten die Zeitungen des ganzen Landes.</p>
<p>Charlie Pollard und die anderen sieben, die das Experiment 40 Jahre lang überlebt hatten, wurden 1973 mit je 37 500 Dollar entschädigt. Angehörige erhielten 15 000 Dollar, insgesamt bewilligte die Regierung zehn Millionen – Fred Gray hatte 1,8 Milliarden Dollar verlangt.</p>
<p>Vor zehn Jahren entschuldigten sich Präsident Bill Clinton und sein Vize Al Gore im Rahmen einer Zeremonie im Weißen Haus bei den Teilnehmern der Tuskegee Syphilis Study und ihren Familien. Charlie Pollard und Herman Shaw waren unter ihnen. An der Tuskegee University, dem früheren Tuskegee Institute, wurde zwei Jahre später das National Center of Bioethics in Research and Health Care eingerichtet.</p>
<p>Doch die Tuskegee Syphilis Study, in den USA ein Sinnbild der Behandlung von Schwarzen, hierzulande nahezu unbekannt, wirkt 35 Jahre nach der öffentlichen Aufdeckung des Medizinskandals immer noch nach. Viele Afroamerikaner misstrauen dem Gesundheitssystem. Nur acht Prozent aller Knochenmarkspender in den USA sind schwarz. Zu groß ist die Angst als Versuchskaninchen missbraucht zu werden. Und tatsächlich berichtet die Medizinjournalistin Harriet Washington in ihrem 2006 erschienenen Buch „Medical Apartheid“ über weitere Fälle, in denen Schwarze unnötigen Sterilisationen und medizinischen Tests unterzogen wurden.</p>
<p>Die Verantwortlichen der Tuskegee Syphilis Study kamen ohne Strafe davon. „All unsere Studien“, antwortete John C. Cutler, einer der Ärzte, 1988 im „American Journal of Public Health“ auf den Brief eines Kritikers, „führten zu den Erfolgen des nationalen Kontrollprogramms für Geschlechtskrankheiten.“ Worin der Erfolg denn genau bestanden hätte, führte Cutler allerdings nicht aus.</p></blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>Celler Loch: Verfassungsschutz und GSG9 verübten Bombenanschlag auf Justizvollzugsanstalt</title>
		<link>http://wasgeschahwirklich.wordpress.com/2009/09/18/deutschland-celler-loch/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 20:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>forgottentruth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Regierungsterror]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[GSG9]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Nacht zum 25. Juli 1978 riss eine Bombenexplosion ein Loch in die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle. Alles deutete darauf hin, dass mit dem Anschlag der zu diesem Zeitpunkt dort einsitzende mutmaßliche RAF Terrorist Sigurd Debus befreit werden sollte und in den damaligen Medien wurde diese Version unter Verweis auf die &#8222;erdrückende&#8220; Beweislage auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wasgeschahwirklich.wordpress.com&blog=9700692&post=9&subd=wasgeschahwirklich&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der Nacht zum 25. Juli 1978 riss eine Bombenexplosion ein Loch in die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle. Alles deutete darauf hin, dass mit dem Anschlag der zu diesem Zeitpunkt dort einsitzende mutmaßliche RAF Terrorist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigurd_Debus" target="_blank">Sigurd Debus</a> befreit werden sollte und in den damaligen Medien wurde diese Version unter Verweis auf die &#8222;erdrückende&#8220; Beweislage auch so verbreitet: ein Mercedes mit Munition und gefälschten Pässen (einer u.a. mit Bild von Debus) stand bereit und in Debus&#8217; Zelle wurde bei einer anschließenden Durchsuchung Ausbruchswerkzeug sichergestellt.</p>
<p>Eigentlich eine klare Sache: Terroristen wollten ihren Kameraden aus dem Knast holen und schrecken auch vor Bombenanschlägen nicht zurück &#8211; doch: <em><strong>nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache</strong> (Sir Arthur Conan Doyle)&#8230;</em></p>
<p><span id="more-9"></span>Auszug aus der aktuellen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch" target="_blank">Wikipedia-Seite</a>:</p>
<blockquote>
<h3>Celler Loch</h3>
<p>Als Celler Loch wurde ein Loch bekannt, das im Rahmen der Aktion Feuerzauber am 25. Juli 1978 in die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle gesprengt wurde. Der Anschlag war von der niedersächsischen Landesbehörde für Verfassungsschutz als False-Flag-Operation fingiert worden. Unter dem Schlagwort Celler Loch wurde auch die sich daraus ergebende Affäre bundesweit bekannt.</p>
<p>Der Verfassungsschutz beabsichtigte angeblich, mit diesem Anschlag einen Informanten in die RAF einzuschleusen. Der Anschlag sollte als ein Befreiungsversuch für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigurd_Debus" target="_blank">Sigurd Debus</a> erscheinen, der als mutmaßlicher Terrorist der RAF im Celler Hochsicherheitsgefängnis (JVA) einsaß.</p>
<p>Als involviert und informiert gelten der niedersächsische Verfassungsschutz, die auf Anforderung beim Bundesgrenzschutz tätig gewordene GSG 9, die Landesregierung unter Ernst Albrecht (CDU) sowie die Anstaltsleitung. Das Bundesinnenministerium – als vorgesetzte Behörde der GSG 9 –, das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Bundesregierung und die Landespolizei sollen vorab nicht informiert worden sein.</p>
<p><strong>Vorbereitung und Durchführung</strong></p>
<p>Der Verfassungsschutz präparierte einen gestohlenen Mercedes SL mit Munition und gefälschten Pässen, darunter auch ein Pass mit dem Foto von Debus. Vordrucke und Dienstsiegel stammten aus Einbrüchen bei Behörden. Bei der Beschaffung des Autos hatte der Privatagent <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Mauss" target="_blank">Werner Mauss</a> mitgewirkt; Fahrer war ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Das Auto war im Januar 1978 bei einer Polizeikontrolle in Salzgitter sichergestellt worden, der Fahrer hatte sich dabei durch Flucht der Überprüfung entzogen.</p>
<p>Zur Durchführung des Anschlags hatte der Verfassungsschutz zwei Kriminelle &#8211; Klaus-Dieter Loudil und Manfred Berger &#8211; angeworben. Loudil wurde später den Medien als Tatverdächtiger präsentiert. Am 25. Juli 1978 wurde die Bombe gezündet und hinterließ nur geringen Sachschaden. Zu einem Ausbruch kam es nicht.</p>
<p>Der Verfassungsschutz hatte Ausbruchswerkzeug in Debus’ Zelle schmuggeln lassen, das bei der dem Anschlag folgenden Durchsuchung gefunden wurde und die Tatbeteiligung von Debus beweisen sollte. Als weiterer „Beweis“ wurde das so genannte „Dellwo-Papier“ veröffentlicht, das von dem RAF-Mitglied Karl-Heinz Dellwo verfasst worden war, der an der Geiselnahme von Stockholm 1975 beteiligt war. In diesem Schreiben wird erklärt, dass „durch Anschläge auf den äußeren Bereich von Vollzugsanstalten“ eine „Zusammenlegung einsitzender Terroristen zu Interaktionsgruppen“ erreicht werden sollte.</p>
<p>Erwartungsgemäß konnten die Täter nicht gefasst werden. Verschiedene Personen wurden von den Medien als angebliche Täter ins Gespräch gebracht.</p>
<p>Die bewusst ungerechtfertigten Vorwürfe und damit einhergehenden Verschärfungen der Haftbedingungen führten zu einem Hungerstreik durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigurd_Debus" target="_blank">Sigurd Debus</a>. Anträge auf Hafterleichterungen wurden mit Hinweis auf den Sprengstoffanschlag ausdrücklich abgelehnt. 1979 wurde er in die JVA Hamburg-Fuhlsbüttel verlegt. Dort beteiligte er sich im Februar 1981 an einem Hungerstreik der Gefangenen aus der RAF. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigurd_Debus" target="_blank">Sigurd Debus</a> starb am 16. April 1981 an den Folgen des Hungerstreiks kurz vor seiner anstehenden Haftentlassung.</p>
<p><strong>Politische Folgen</strong></p>
<p>1986 wurde bekannt, dass nicht die linksradikale Terroristenszene für den Anschlag verantwortlich war, sondern der Verfassungsschutz und die GSG 9, angeblich um einen V-Mann in die RAF einzuschleusen. Die von den Medien als Täter vorgestellten Personen waren V-Männer des Verfassungsschutzes. Ulrich Neufert wurde für seinen Artikel über die Affäre in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung 1986 mit dem „Wächterpreis der deutschen Tagespresse“ ausgezeichnet.</p>
<p>Daraufhin musste sich die Regierung Ernst Albrecht (CDU]) vor einem Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags verantworten. In diesem stellte die Regierung Albrecht die Aktion als mindestens achtbaren Erfolg dar (Zugang zu Terrorismus, Ausbruch vereitelt, Waffen gefunden), obwohl diese Behauptungen widerlegt werden konnten.</p>
<p>In diesem Zusammenhang geriet Innenminister Wilfried Hasselmann (CDU) unter Druck, bis er 1988 im Zuge der Spielbankenaffäre von seinem Regierungsamt zurücktrat. Damaliger Justizminister war Hans-Dieter Schwind (CDU).</p>
<p>Die Ereignisse wurden 1988 vom Regisseur Herbert Linkesch und Produzent Rudi Reinbold im Dokumentarfilm „Das Celler Loch“ verfilmt.</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<ul>
<li>Christa Ellersiek, Wolfgang Becker: Das Celler Loch. Die Hintergründe der Aktion Feuerzauber. Verlag am Galgenberg, Hamburg 1987, ISBN 3-925387-30-7.</li>
<li>Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber, Ekkehard Sieker: Das RAF-Phantom. Knaur, München 1992, ISBN 3-426-80010-1, S. 309 ff.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Bleibt also festzuhalten:</p>
<ul>
<li>der niedersächsische Verfassungsschutz führt zusammen mit der GSG9 unter Mithilfe sogenannter V-Männer einen Bombenanschlag auf eine Justizvollzugsanstalt durch</li>
<li>die damalige Landesregierung, sowie die Anstaltsleitung waren involviert</li>
<li>Beweise wurden fingiert, um den Verdacht in eine andere Richtung zu lenken</li>
<li>eine Person starb indirekt an den Folgen dieser False-Flag Operation</li>
</ul>
<p>Das ist nur ein Beispiel von vielen, die man ertsmal nicht abgenommen bekommt, wenn man sie erzählt (&#8222;sowas würde die Regierung oder der Verfassungsschutz doch nie machen&#8220; oder &#8222;da sind doch so viele Leute involviert &#8211; da muss doch jemand auspacken&#8220; bekommt man dann meist zu hören <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ). Und doch ist es genau so passiert&#8230;</p>
<p>More to come.</p>
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