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Zweiter Golfkrieg: Wie eine bezahlte PR-Aktion die Stimmung in der Bevölkerung drehen sollte…

Posted by forgottentruth - Dezember 27, 2009

Edit 28.12.: “Irakkrieg” durch “Golfkrieg” in Titelzeile ersetzt + Kleinigkeiten (Typos)

Es war einer der Momente am Anfang des zweiten Golfkriegs, die mir in guter Erinnerung geblieben sind: am 10. Oktober 1990 berichtete das damals fünfzehnjähriges Mädchen “Nayirah” unter Tränen vor dem Menschenrechtsausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses, wie Irakis in das kuwaitische Krankenhaus, in dem sie seinerzeit einen freiwilligen Dienst absolvierte, einfielen und Babies aus ihren Brutkästen holten, um sie auf dem kalten Fußboden liegend sterben zu lassen:

Bild: Nayirah vor Menschenrechtsausschuss

"Nayirah" vor dem amerikanischen Menschenrechtsausschuss

Das Mädchen wirkte aufgewühlt und geschockt – die Tränen schienen echt und auch die Tatsache, dass sie aus Angst vor Rache gegenüber sich und ihrer Familie in Kuwait ihren Nachnamen nicht nennen wollte, schien nachvollziehbar. Die Geschichte von Nayirah und ihr Auftritt vor dem Menschenrechtsausschuss wurde so oft wiederholt, dass sich beides in die Gehirne einbrannte – doch leider wurde die erst Jahre später aufgedeckte Tatsache, dass das alles nur eine bezahlte PR-Aktion war, um die Stimmung der amerikanischen Bevölkerung für eine Beteiligung amerikanischer Truppen an dem schwelenden Konflikt zu drehen, von den Medien vollkommen ignoriert…

Diese PR-Aktion nahm bereits etwa einen Monat zuvor seinen Lauf, nämlich am 5. September 1990, als der London Daily Telegraph den kuwaitischen Minister Yahya al-Sumait mit den Worten zitiert, dass in der Entbindungsstation eines Krankenhauses aus ihren Brutkästen herausgeholt wurden, damit die Brutkästen mitgenommen werden konnten. Diese Story wurde anschließend von verschiedenen Agenturen, wie beispielsweise Reuters weiter verbreitet.

Zwei Tage später veröffentlichte die Los Angeles Times eine Story – ebenfalls von Reuters verbreitet, von einer gewissen “Cindy” aus San Francisco und ihrer Reisebegleitung “Rudy”, die ebenfalls von irakischem Vandalismus in einem Krankenhaus berichteten – unter anderem wurde auch die Brutkasten-Story wiederholt.

Am 10. Oktober schließlich ermöglichte der Menschenrechtsausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, ihre Beweise für Menschenrechtsverletzungen durch den Irak zu präsentieren. Da dieser Ausschuss kein Komitee des Kongresses ist, müssen Zeugen, die dort aussagen, dies nicht unter Eid tun. Im Rahmen dieser Veranstaltung sagte nun ein fünfzehnjähriges Mädchen, das als “Nayirah” vorgestellt wurde und angebliche eine einfache kuwaitische Bürgerin sei, unter Tränen aus, dass sie mit eigenen Augen gesehen habe, wie irakische Soldaten in das Krankenhaus al-Addan, in dem sie einen freiwilligen Dienst absolvierte, einfielen und auf der Entbindungsstation die Babies aus ihren Brutkästen holten, um sie auf dem kalten Fußboden sterben zu lassen. Die Brutkästen wurden angeblich von den Soldaten mitgenommen.

Ein kurzer Ausschnitt dieser Aussage ist z.B. in nachfolgendem Youtube-Video zu sehen:

Alle großen Fernsehstationen berichteten über dieses Ereignis und auch in der Presse wurde die schriftliche Version von Nayirah’s Aussage mittels zuvor angefertigter “Media-Kits” umfassend publiziert. Finanziert wurde das ganze von der Organisation “Citizens for a free Kuwait“. Diese Organisation ist – wie man heute weiß – eine von ungefähr zwanzig kuwaitischen PR- und Lobbyorganisationen, die von der kuwaitischen Regierung gegründet wurden. Mehr dazu findet sich z.B. hier:

Nine days after Iraq invades Kuwait (see August 2, 1990), the public relations firm Hill & Knowlton creates a front organization, “Citizens for a Free Kuwait,” almost entirely funded by Kuwaiti money. Hill & Knowlton’s point man with the Kuwaitis is Craig Fuller, a close friend and political adviser to President Bush (see July 23, 1986). Veteran PR reporter Jack O’Dwyer will later write, “Hill & Knowlton… has assumed a role in world affairs unprecedented for a PR firm.” [CHRISTIAN SCIENCE MONITOR, 9/6/2002; PUBLIC RELATIONS WATCH, 6/3/2007] Citizens for a Free Kuwait is one of about twenty PR and lobbying groups formed by the Kuwaiti government. Other American PR firms representing these groups include the Rendon Group and Neill & Co. Citizens for a Free Kuwait will spread a false story of Kuwaiti babies being killed in their incubators by Iraqi troops, a story that will help inflame US public opinion and win the Bush administration the authority to launch an assault against Iraq (see October 10, 1990).

Am 15. Oktober 1990 berichtete der damalige Präsident George Henry Walker Bush von einem Treffen mit dem Emir von Kuwait, der ihm unglaubliche Geschichten von Neugeborenen, die aus ihren Brutkästen genommen und auf den kalten Fußboden gelegt wurden, weil die Brutkästen anschließend nach Bagdad geschickt wurden. Diese Story tischte er in den folgenden fünf Wochen insgesamt 5x auf.

Am 27. November 1990 wiederholte “Nayirah” ihre Geschichte sogar vor dem UN-Sicherheitsrat – diesmal in Begleitung eines weiteren Augenzeugen, dem “Chirurg Dr. Behbehani”, der die Vorfälle bestätigte und sogar vorgab, an der Beerdigung von 40 Babies teilgenommen zu haben, die auf diese Weise starben!

Am 19. Dezember 1990 veröffentlichte Amnesty International einen 84-seitigen Bericht über irakische Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, in dem die Brutkasten-Lüge ebenfalls enthalten war. Und auch am 8. Januar 1991 wurde diese von einem führenden Mitarbeiter von Amnesty International vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt.

Wie knapp das Für und Wider bzgl. eines amerikanischen Eingreifens in der Golfregion damals war, zeigen die Abstimmungsergebnisse von US-Senat und Repräsentantenhaus:

Senat: 52 zu 47 Stimmen für den Krieg

Repräsentantenhaus: 250 zu 183 Stimmen für den Krieg

Ohne diese Brutkastenstory wäre das Abstimmungsverhalten wahrscheinlich anders ausgefallen, denn nach Angaben des amerikanischen Publizisten John R. MacArthur war die Brutkastenlüge das Element der Propaganda, das die Meinung zum Irakkrieg sowohl bei Bürgern als auch Politikern am meisten beeinflußte.

Es war auch dieser John R. MacArthur (u.a. auch damaliger Herausgeber des “Harper’s Magazine”) der in einem New York Times Artikel die Wahrheit über Nayirah, Citizens for a Free Kuwait und Hill & Knowlton aufdeckte. Der Artikel ist z.B. hier online zu lesen – ich habe ihn aber auch nochmal unten angehängt.

Außerdem brachte das WDR-Magazin Monitor am 29. März 1992 ebenfalls einen Bericht über MacArthur’s Erkenntnisse, sowie über weitere Fakten. Leider habe ich bisher keinen Mitschnitt dieser Sendung online gefunden.

Fest steht heute folgendes:

  • bereits im Sommer 1990 engagierte die in den USA operierende kuwaitische Lobbyorganisation “Citizens for a Free Kuwait” die weltweit größte PR-Agentur Hill & KnowIton für eine PR-Kampagne, die zum Ziel hatte, sowohl Politiker als auch Bevölkerung von der Notwendigkeit eines Waffengangs gegen den Irak zu überzeugen
  • die Story rund um Nayirah war nur ein Teil dieser Kampagne – aber das aufsehenerregendste Element
  • Nayirah war in Wirklichkeit die Tochter des damaligen kuwaitischen Botschafters in den USA, Saud Nasir al-Sabah und heisst mit richtigem Namen “Nijirah al-Sabah
  • zwei hohe Mitarbeiter von Hill & Knowlton, Gary Hymel und Lauri Fitz-Pegado, waren direkt an der Vorbereitung des Kongress-Hearings mit Nayirah im Oktober 1990 beteiligt
  • die beiden Kongressabgeordneten Tom Lantos und John Edward Porter, die Nayirah vor den Menschenrechtsausschuss des US-Kongresses geladen hatten, pfelgten enge Verbindungen zu H&K und ihrem Auftraggeber Citizens for a Free Kuwait
  • Dr. Behbehani war Zahnarzt und kein Chirurg und gab nach dem Krieg offen zu, dass er vor dem UN-Sicherheitsrat gelogen hatte!
  • nach dem Krieg hatten verschiedene Menschenrechtsorganisationen versucht, die in der Propaganda behaupteten Menschenrechtsverletzungen nachzuweisen, aber für keine fanden sich Beweise. Selbst Amnesty International musste sich von der Brutkastenstory distanzieren!
  • im Film “Live from Baghdad”, der aufgemacht ist, wie eine Dokumentation und in der Hauptrolle mit Michael Keaton, wird die Brutkastenlüge als Fakt dargestellt. Nachdem die Lüge aufflog, hat der Fernsehsender HBO, der “Live from Baghdad produzierte”, auf seiner Internetseite zum Film den Artikel von MacArthur aus der New York Times angehängt. Gleichzeitig wird folgendes als einleitende Erklärung geschrieben:
    Im Zeitraum, auf den sich unser Film bezieht, kursierte die weitverbreitete Behauptung, irakische Soldaten hätten Babies aus Brutkästen genommen. Diese Behauptung konnten nie bewiesen werden.
    Allerdings besteht die Gefahr, dass viele Zauschauer den Abspann nicht anschauen und so die als “Fakt” verpackte Lüge nicht als solche erkannt wird. Auch in Deutschland wurde der Film mindestens einmal unter dem Titel “Live aus Bagdad” vom ZDF gezeigt.

Als Referenz hier als erstes die aktuelle Wikipedia-Seite zu “Nijirah al-Sabah“:

Nijirah al-Sabah

Nijirah al-Sabah ist eine Kuwaiterin, die sich am 10. Oktober 1990 als 15-jähriges Mädchen vor dem US-Kongress unter dem Namen Nayirah über angebliche Gräuel während der irakischen Kuwait-Invasion äußerte. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mädchen um die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, Saud Nasir al-Sabah, handelte.

Sie sagte vor dem Menschenrechtsausschuss des Repräsentantenhauses unter Tränen aus, sie habe freiwillige Arbeit im Al-Adnan-Krankenhaus in Kuwait-Stadt geleistet und wörtlich: »Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen …, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.«[1]

Die Organisation Citizens for a Free Kuwait hatte die PR-Agentur Hill & Knowlton für 10 Millionen US-Dollar beauftragt, Nayirahs Geschichte (die von Lauri Fitz-Pegado erfunden worden war) publik zu machen. Zwei Krankenschwestern der betreffenden Entbindungsstation erklärten später, dass Nayirah nicht dort gearbeitet habe und die von ihr beschriebenen Vorfälle niemals stattgefunden hätten.

Nayirahs Lüge hatte eine durchschlagende Wirkung auf die Politik der USA gegenüber dem Irak. Präsident George H. W. Bush erwähnte Nayirahs Geschichte in den nächsten fünf Wochen nicht weniger als sechs Mal. Aber auch amnesty international veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über 3 Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, welche die Brutkästen-Behauptung enthielt. Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Mitarbeiter von amnesty international vor dem Komitee für auswärtigen Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52 zu 47 Stimmen für einen Krieg gegen den Irak, was 1991 zum Zweiten Golfkrieg führte. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 250 zu 183 Stimmen für den Krieg.

Weblinks

Citizens for a Free Kuwait, Artikel bei SourceWatch (englisch)

Artikel über Lauri Fitz-Pegado bei Source Watch (englisch)

Ablauf der Brutkasten-Affäre vom United States Institute of Peace (englisch)

Literatur

John R. Mac Arthur, die Schlacht der Lügen, DTV (München) 1993.

Einzelnachweise

http://info.kopp-verlag.de/news/pentagon-papiere-bestaetigen-massive-medien-manipulation-der-us-regierung.html

Hier der oben bereits erwähnte Artikel von John R. MacArthur:

Remember Nayira, Witness for Kuwait?

JOHN R MACARTHUR / Op-Ed / NY Times 6jan92

In his urgent arguments during the fall and winter of 1990 for blood terry action against Saddam Hussein, President Bush made much of the Iraqi leader’s cruelty toward the Kuwaiti people. Mr. Bush’s allegations of atrocities by Iraqi forces generally when unchallenged. Mr. Hussein’s violent disposal of dissident Iraqis was a matter of record, so few politicians, journalists, or human rights investigators were prepared to question the President’s campaign to paint his opponent as Adolf Hitler reborn.

Some claims were no doubt, true, but the most sensational one “that Iraqi soldiers removed hundreds of Kuwaiti babies from incubators and left them to die on hospital floors” was shown to be almost certainly faults by an ABC reporter, John Marti, in March 1991, after the liberation of Kuwait. He interviewed hospital doctors who stayed in Kuwait throughout the occupation.

But, before the war, the incubator stories seriously distorted the American debate about whether to support military action. Amnesty International believed the tale, and its ill-considered validation of the charges likely influenced the seven Senators who cited the story and speeches backing the January 12 resolution authorizing war. Since the resolution passed the Senate by only six votes, the question of how the incubator story escaped scrutiny “when it really mattered” is all the more important. (Amnesty International later retracted its support of the story.”

A little reportorial investigation would have done a great service to the democratic process. Americans would have been interested to know the identity of “Nayirah,” the 15-year-old Kuwaiti girls who shocked the Congressional Human Rights Caucus on October 19, 1990, when she carefully asserted that she had watched 15 infants ain’t taken from incubators in al-Adan Hospital in Kuwait City by Iraqi soldiers who “left the babies on the coal floor to die.” The chairmen of the Congressional group, Tom Lantos, a California Democrat, and John Edward Porter, an Illinois Republican, explained that Nayirah’s identity would be kept secret to protect her family from reprisals in occupied Kuwait.

There was a better reason to protect her from exposure: Nayirah, for real name, is the daughter of the Kuwaiti ambassador to the U.S., Saud Nasir al-Sabah. Such a pertinent facts might have led to pertinent demands for proof of Nayirah’s whereabouts in August and September of 1990, when she said she witnessed the atrocities, as well as corroboration of her charges. The Kuwaiti Embassy was rebuffed by my efforts to interview Nayirah.

Today, were left to ask why Mr. Lantos and Mr. Porter allowed such glaring omissions. What made Nayirah so believable that no one on the Caucus staff bothered to check out for story?

One explanation might lie in how Nayirah came to the Congressman’s attention. Both Congressman have a close relationship with Hill and Knowlton, the public relations firm hired by Citizens for a Free Kuwait, the Kuwaiti-financed group that lobbied Congress for military intervention. A Hill and Knowlton Vice President, Gary Hymel, helped organize the Congressional Human Rights Caucus hearing in meetings with Mr. Lantos and Mr. Porter, and the chairmen of Citizens for a Free Kuwait, Hassan al-Ebraheem. Mr. Hymel presented the witnesses, including Nyirah. (The later told me he knew who she was at the time.)

Until he started working on the Kuwait account, Mr. Hymel was best known to the Caucus for defending the human rights record of Turkey, a Hill and Knowlton client criticized for jailing people without due process and torturing and killing them. He is also one of the firms lobbyists for the Indonesian government, which is killed at least 100,000 in happened since of East Timor since 1975.

Mr. Lantos’s spokesman says that Hill and Knowlton’s client list doesn’t concern the Congressman, who accepted a $500 contribution on the firms political action committee in 1988. In fact, Mr. Lantos and Mr. Porter allowed the Congress shall Human Rights Foundation, a group they founded in 1985, to be housed in Hill and Knowlton’s Washington headquarters. The firm provides a contribution to the foundation in the form of a $3000 annual rent deduction, and a Hill and Knowlton switchboard delivers messages to the foundation’s executive director David Phillips.

Hill and all funds client, Citizens for a Free Kuwait, donated $50,000 to the foundation, sometime after Iraq’s invasion of Kuwait on Aug. 2, 1990. (The foundation’s main supporter is the U.S. government-financed National Endowment for Democracy.)

Since the Gulf War, Hill and Knowlton’s collaboration with the Lantos-Porter human rights enterprise has been strengthened by the naming of the firm’s vice chairman Frank Mankiewicz, to the foundation’s board in October 1991. Perhaps the Congressmen and directors were impressed by the recent addition of China to Hill and Knowlton’s prestigious portfolio of clients. (The firms clients, Indonesia and Turkey, were notably absent from the foundation’s 1990-91 list of human rights “activities.”)

Congress and the news media deserve censure for their lack of skepticism about the incubator story. As for Representatives Lantos and Porter, they deserve a metal from the Emir for their work on behalf of the Kuwaiti costs. But their special relationship with Hill and Knowlton should prompt a congressional investigation to find out if their actions merely constituted an obvious conflict of interest or, worse, if they knew who the tearful Nayirah really was in October 1990.

Ein weiterer interessanter Artikel auf deutsch auf Telepolis (nur die Links wiederhergestellt, die auch heute noch funktionieren – Referenzen allerdings so belassen, wie sie waren):

Am Anfang stand die Lüge

Elvi Claßen 26.02.2003

“Live aus Bagdad” – Erneuerung der “Brutkasten-Lüge” im ZDF

Wahrscheinlich kurz vor dem nächsten Krieg gegen den Irak sendete das ZDF am Montag das Doku-Drama “Live aus Bagdad”. In diesem wird die sogenannte “Brutkastenlüge”, die mit dazu beitrug, den Angriff auf den Irak in der Weltöffentlichkeit zu legitimieren und durchzusetzen, weiterhin so präsentiert, als wäre es ein reales Ereignis gewesen. Dafür aber soll, so das ZDF, der Film die journalistisch-ethische Frage stellen: “Inwieweit machen sich die ehrgeizigen Reporter auf der Jagd nach Neuigkeiten auch zum Sprachrohr irakischer Propaganda?” Das ZDF hat am Montag zwar noch schnell auf die Propagandalüge, auf die damals alle Medien hereinfielen, hingewiesen, aber gleichwohl bleibt die Frage, warum im Vorfeld eines nächsten Konflikts, in dem wiederum ein auch durch die Medien verstärkter Nebel an Mutmaßungen, Beschuldigungen und Propaganda von allen Seiten den Blick erschwert, dieser Film im Fernsehen gezeigt werden musste. Elvi Claßen von der Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik (FOGIS), die dagegen am Montag protestiert hatte, erläutert die Kritik und macht noch einmal die Hintergründe der “Brutkastenlüge” beim ersten Golfkrieg deutlich.

Am Montag, dem 24.2., ging die Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik (FOGIS) mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit, in der es hieß:

“Heute um 22.15 Uhr sendet das ZDF das Fernsehspiel “Live aus Bagdad” über die Arbeit der CNN-Reporter im Irak 1990/91. Der Film basiert auf dem Roman des damaligen Leiters des CNN-Reporterteams in der irakischen Hauptstadt, Robert Wiener.

Es scheint uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Film die im Vorfeld des Golfkrieges 1991 von der Public Relations-Firma Hill & Knowlton (H&K) erwiesenermaßen erfundene und inszenierte “Brutkasten-Story” als reales Ereignis präsentiert, obwohl schon seit elf Jahren bekannt ist, dass es sich dabei um eine Propagandalüge handelt. H&K und Mitglieder des US-Kongresses hatten damals die Horrorgeschichte lanciert, plündernde irakische Soldaten hätten in Kuwait Brutkästen aus Krankenhäusern gestohlen und insgesamt über 300 Frühgeborene auf dem Fußboden zurückgelassen, wo sie starben. Das Ziel dieser Propagandalüge war es, zweifelnde Politiker und insbesondere auch die Bevölkerungen in den USA und anderen Staaten der “Anti-Hussein-Koalition” von der Notwendigkeit eines Waffenganges am Golf zu überzeugen. (…)

Wir können nicht verstehen, dass das ZDF jetzt, möglicherweise am Vorabend eines neuen Golfkrieges, seine Sendezeit dazu hergibt, diese in den USA aus naheliegenden Gründen hochumstrittene Produktion in der Bundesrepublik auszustrahlen. Wir weisen darauf hin, dass die Bevölkerung hier, ebenso wie in vielen anderen Staaten, mehrheitlich gegen einen neuen Golfkrieg ist und dass es nicht in ihrem Sinne und nicht im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit Krieg, Kriegspropaganda und der mehr als problematischen Rolle der Medien dabei, sein kann, dass hier ein Gräuelmärchen, das 1990/91 zur Legitimation des damaligen Krieges beigetragen hat, gerade jetzt in dieser Form nachträglich und fälschlich noch einmal als Tatsache dargestellt wird. (…) Wir kritisieren außerdem nachdrücklich, dass auf der Internetseite des ZDF zum Film, sei es aufgrund unzureichender Recherchen oder sogar bewusster Vorenthaltung durch die Redaktion, kein einziger Hinweis auf diese Problematik zu finden ist. Wir fordern alle Fernsehzuschauer auf, sich an das ZDF (Postfach 4040, 55100 Mainz, Tel.: 06131/702161, Fax: 06131/702170, E-Mail Redaktion Montagskino) zu wenden und gegen die Geschichtsklitterung, die im Film betrieben wird zu protestieren. Wir erwarten darüber hinaus vom ZDF, dass es, um den hier verursachten politischen und gesellschaftlichen Schaden zu begrenzen, so schnell wie möglich eine Sendung gestaltet, in der unter Einbeziehung unabhängiger Experten ausführlich über die Hintergründe der Kriegspropaganda damals wie heute aufgeklärt wird.”

Im Verlauf des Montagsabends hat die ZDF-Internetredaktion die Begleitseiten zur Fernsehsendung “Live aus Bagdad” ausgetauscht. Nun informieren ein Begleittext und einige verlinkte externe Texte über den Hintergrund der im Film fälschlicherweise als wahr dargestellten “Brutkasten-Lüge” aus dem Golfkrieg 1991. Auch der aus dem englischen übersetzte Original-Kommentar von HBO im Abspann (s. u.) wurde vom ZDF um eine eigene Stellungnahme ergänzt. Darin heißt es: “Die Vorwürfe, irakische Soldaten hätten in kuwaitischen Krankenhäusern Babies aus Brutkästen herausgenommen und sterben lassen, wurden zwischenzeitlich widerlegt und gelten unter Fachleuten als gezielte Falschmeldung.”

Es steht zu hoffen, dass dadurch zumindest die Fernsehzuschauer, die auch einem Filmabspann ihre Aufmerksamkeit schenken, angeregt werden, darüber nachzudenken, warum “Live aus Bagdad” mit einem korrigierenden ”Beipackzettel” ausgestattet werden musste; und dass die Zuschauer, die über einen Internetanschluss verfügen sowie über den entsprechenden Forschergeist (der Nachspann enthielt keinen Hinweis auf den Internet-Epilog), die auf den ZDF-Internetseiten zur Verfügung gestellten Informationen als Anregung nutzen, sich nun kritisch mit den politisch-militärischen Propagandastrategien der US-Regierung auseinandersetzen.

Die “Brutkasten-Story”

Der US-Kabelsender HBO, wie CNN im Besitz des Medienkonzerns Time Warner Entertainment Company, produzierte “Live from Baghdad” nach eigenen Angaben als Doku-Drama (= Spielfilm auf der Basis wahrer Begebenheiten) über die CNN-Golfkriegsberichterstattung 1991. Als die, laut HBO-Pressetext, “echte Hintergrund-Story” am 4. Dezember 2002 in den USA erstmals ausgestrahlt wurde, schlug die amerikanische Medienorganisation Fairness and Accuracy in Reporting (FAIR) jedoch angesichts der dargestellten “Hintergründe” Alarm[1] . “Live from Baghdad” präsentiert die im Vorfeld des Golfkrieges von der Public Relations-Firma Hill & Knowlton (H&K) erwiesenermaßen erfundene und inszenierte “Brutkasten-Story” als reales Ereignis, obwohl schon seit elf Jahren bekannt ist, dass es sich dabei um eine Propagandalüge handelt.

Kurz vor dem ersten Jahrestag des Golfkriegsbeginns, am 6. Januar 1992, hatte der US-amerikanische Publizist und Herausgeber des hochangesehenen Harper’s Magazine, John MacArthur, in seinem New York Times-Artikel “Remember Nayirah, Witness for Kuwait?”[2] die Lügengeschichte entlarvt, das WDR-Magazin Monitor berichtete am 29.3.1992 von MacArthur’s Enthüllungen und lieferte weitere Fakten nach.

Zum Hintergrund: Im Spätsommer 1990 hatte die in den USA operierende kuwaitische Lobbyorganisation “Citizens for a free Kuwait” die weltweit größte PR-Agentur Hill & Knowlton für eine Kampagne engagiert, die im Vorfeld des Waffenganges gegen den Irak 1990/91 nicht nur zweifelnde Politiker, sondern insbesondere auch die Bevölkerungen in den USA und den anderen Staaten der “Anti-Hussein-Koalition” von der Notwendigkeit eines Waffenganges am Golf überzeugen sollte. H&K kassierte für ihre Bemühungen allein in den ersten 90 Tagen ab Anfang August 1990 mehr als 5,5 Millionen. und insgesamt 10,8 Millionen US-Dollar.[3]

Das wohl international Aufsehen erregendste Element der H&K-Kampagne war die Verbreitung der Gräuelgeschichte, plündernde Soldaten der irakischen Besatzungsmacht hätten in Kuwait Brutkästen aus Krankenhäusern gestohlen und insgesamt über 300 Frühgeborene auf dem Fußboden zurückgelassen, wo sie starben. In einem Hearing vor dem Menschenrechtsausschuss des US-Kongresses am 19. Oktober 1990 berichtete ein 15-jähriges Mädchen namens “Nayirah”, die man als geflüchtete kuwaitische Schwesternhelferin und Augenzeugin vorstellte, sie selbst habe im al-Adan Hospital in Kuwait City beobachtet, wie irakische Soldaten 15 Babies aus Brutkästen nahmen und “auf dem Steinboden sterben ließen”.

Die Vorsitzenden des Ausschusses, Tom Lantos, Demokratische Partei, und John Edward Porter, Republikaner, baten während des Hearings um Verständnis dafür, dass der Ausschuss Nayirahs wahre Identität verheimlichen müsse, um deren Familie in Kuwait vor Repressionen zu schützen. John MacArthur berichtete später:

“Kein Teilnehmer des Hearings, auch kein Reporter, fragte. ‘Nayirah, das ist eine schreckliche Geschichte und ich bin den Tränen nahe. Aber was hast Du getan? … Hast Du Hilfe gerufen? Was ist dann geschehen?’ Die elementarsten Fragen die ein Reporter stellen sollte, wurden nicht gestellt. Nayirah war ein fantastischer Propagandaerfolg. Hill & Knowlton produzierten einen brillianten Nachrichtenfilm über das Hearing und verteilten ihn weltweit. Millionen Menschen sahen das Video in den NBC Nightly News. … Das war der Beginn, die Kampagne ‘bekam Beine’, wie wir im Public Relations- und Nachrichtengeschäft sagen.”[4]

Am 27. November 1990 wiederholte Nayirah ihre Schilderungen sogar vor dem UN-Sicherheitsrat, gemeinsam mit einem weiteren Augenzeugen, der als Chirurg Dr. Behbehani vorgestellte wurde und nach eigenen Angaben einem Begräbnis von 40 Babys beigewohnt hatte, die auf die gleiche Weise ermordet worden waren.

Der Coup gelang. Die Horrorstory beeinflusste die Debatte über eine militärische Intervention in den nächsten Monaten nachhaltig und sogar Amnesty International übernahm die Geschichte und prangerte die Verbrechen der irakischen Besatzungsarmee in Kuwait an. Nach John MacArthur hatte keine der vielen Anschuldigungen gegen Saddam Hussein mehr Einfluss auf die öffentliche Meinung in den USA als die von den ermordeten Babys in Kuwait City.[5]

Umfragen hätten gezeigt, dass 50 Prozent der Bevölkerung weitere Sanktionen, 50 Prozent ein militärisches Eingreifen forderten. Als der US-Senat am 12. Januar mit einer äußerst knappen Mehrheit die Kriegsresolution der Bush-Administration befürwortete, gaben sechs Senatoren an, die Brutkasten-Geschichte sei der ausschlaggebende Grund für ihre Entscheidung gewesen, einem Krieg zuzustimmen..”[6]

Die Brutkasten-Story hielt sich nicht nur bis Ende des Krieges in den Massenmedien, sondern wurden auch von den Regierungen der am Krieg beteiligten “Anti-Hussein-Koalition” immer wieder zur innenpolitischen Legitimation des Waffengangs gegen den Irak vorgebracht. Der ABC-Reporter John Marti war der erste Journalist, der nach der Befreiung Kuwaits den Behauptungen über die Ermordung kuwaitischer Babys nachging. Er interviewte Krankenhausärzte, die während der irakischen Besetzung im Land geblieben waren und niemand von ihnen konnte Nayirahs und Dr. Behbehanis Behauptungen bestätigen. Auch verschiedene Menschenrechtsgruppen forschten nach und konnten ebenfalls keine Hinweise darauf finden, dass die “Brutkasten-Story” einen realen Hintergrund hatte. Amnesty International distanzierte sich von der Geschichte.

Wie sich später herausstellte, war Dr. Behbehani ein Zahnarzt und kein Chirurg, der nach dem Krieg offen zugab, dass er gelogen hatte.[7] Bei Nayirah, das fand John MacArthur heraus, handelte es sich in Wirklichkeit um die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, Saud Nasir al-Sabah. Wo sie sich im August und September 1990 aufgehalten hatte, konnte MacArthur damals nicht ermitteln. Die kuwaitische Botschaft reagierte auf seine Nachfragen schroff; sie verweigerte jegliche Stellungnahme und schirmte Nayirah vor der Presse ab.

MacArthurs Recherchen über die Hintergründe der “Brutkasten-Lüge” förderten nicht nur zutage, dass der Vizepräsident von Hill & Knowlton, Gary Hymel, direkt an der Vorbereitung des Kongress-Hearings mit Nayirah im Oktober 1990 beteiligt war, sondern auch, dass die beiden Kongressabgeordneten Tom Lantos und John Edward Porter, die Nayirah vor den Menschenrechtsausschuss des US-Kongresses geladen hatten, enge Verbindungen zu H&K und ihrem Auftraggeber “Citizens for a Free Kuwait” pflegten: Die Spendenorganisation des Menschenrechtsausschusses, die Human Rights Foundation, die Lantos und Porter 1985 selbst gegründet hatten, residierte zu einem verminderten Mietpreis im H&K-Stammhaus und die “Citizens for a Free Kuwait” hatten der Stiftung nach dem irakischen Einmarsch in Kuwait 50.000 US-Dollar gespendet.

“Live from Baghdad”: Die Erneuerung der “Brutkasten-Lüge” durch HBO

Die HBO-Produktion, die am Montag im ZDF ausgestrahlt wurde, stellt die skizzierte Propaganda-Story nicht nur als reale Begebenheit dar, sondern auch als Beispiel dafür, wie Saddam Hussein während des Golfkrieges 1991 westliche Journalisten zu Propagandazwecken missbraucht haben soll.

Gleich nach Bekanntwerden der Gräueltaten, so heißt es in “Live from Baghdad”, hätte die irakische Regierung mehrere CNN-Reporter zu Nachrecherchen nach Kuwait eingeladen und Treffen mit “vorgeblichen Augenzeugen” inszeniert, um die “Tatsachenberichte” als Gerüchte zu entkräften. Die CNN-Leute seien gezielt instrumentalisiert worden, so HBO, um aus der Wahrheit eine Lüge zu machen. Robert Wiener, Co-Autor von “Live from Baghdad” (im Film dargestellt von Michael Keaton), gab schon im November in einem CNN-Interview zu, wider besseren Wissens am Film-Manuskript für HBO gearbeitet zu haben: “Die [Brutkasten-]Geschichte stellte sich als Lüge heraus, weil keine der Anschuldigungen … je bewiesen werden konnte.”[8]

Nachdem die Ausstrahlung von “Live from Baghdad” in den USA eine Flut kritischer Reaktionen auslöste, reagierte der Sender, wenn auch eher halbherzig, indem er auf seiner Internetseite zum Film John R. MacArthurs ersten Artikel “Remember Nayirah, Witness for Kuwait?” vom 6.1.1992 dokumentiert. Dazu, dass die von MacArthur und anderen Journalisten dort (und später) aufgedeckten Hintergründe in krassem Widerspruch zu den Darstellungen im Film stehen, heißt es auf der Seite: “Im Zeitraum, auf den sich unser Film bezieht, kursierte die weitverbreitete Behauptung, irakische Soldaten hätten Babys aus Brutkästen genommen. Diese Behauptung konnten nie bewiesen werden.” Dieser Text erscheint nun auch im Nachspann des Films. FAIR begrüßte Anfang Januar zwar die Reaktion von HBO, kritisiert sie aber zugleich als nicht ausreichend:

“Da die meisten TV-Zuschauer den Nachspann eines Films nicht lesen, ist zu bezweifeln, dass viele die Klarstellung überhaupt wahrnehmen. Auch wenn es hilfreich ist, dass HBO das Problem im Film bestätigt, ist die Bemerkung, dass die ‘Behauptung nie bewiesen werden konnte’ eine Untertreibung. Es wäre korrekter, darauf hinzuweisen, dass die Versuche, die Story nach dem Golfkrieg zu bestätigen, aufgedeckt haben, dass sie eine Erfindung war. Zum Beispiel erklärte ein Vertreter des kuwaitischen Gesundheitsministeriums gegenüber ABC’s World News Tonight am 15. März 1991: ‘Ich glaube, dass das einfach nur ein Teil der Propaganda war.’”[9]

“Live aus Bagdad” im ZDF: Die Kolportage der gezielten Falschmeldung als Symptom für das beständige Unvermögen der Massenmedien mit Kriegspropaganda umzugehen

Auch wenn “Live aus Bagdad” nur ein Randphänomen im aktuellen US-amerikanischen Kriegsdiskurs ist, so illustriert der Film doch in zweierlei Hinsicht paradigmatisch die Auswirkungen kriegsbedingter (Selbst-)Täuschungs- und Legitimationsstrategien: Erstens: Ist eine Lüge erst einmal in der Welt, kann sie eine Menge Schaden anrichten, bevor sie aufgedeckt wird. Das wissentliche oder unwissentliche Kolportieren solcher Lügen fällt zweitens früher oder später auf ihre Überbringer und nicht auf die Urheber zurück.

Das ZDF hat mit der Ausstrahlung dieses Films, der ehrlicherweise den Hinweis “Vorsicht: Propaganda” verdient hätte, nicht an Glaubwürdigkeit gewonnen. Vielmehr hat es die Sorge vieler Fernsehzuschauer bestätigt, die aufgrund der einschlägigen Erfahrungen während des Golfkrieges 1991 und der Kriege danach davon ausgehen müssen, dass es den etablierten Medien auch diesmal nicht gelingen wird, sich den “Einflussoperationen” zu entziehen, mit denen die Protagonisten des Krieges uns, den Kriegszuschauern – vermittelt über die Berichterstattung der Massenmedien – den Krieg “verkaufen” wollen.

Elvi Claßen (Dipl. Soz.-Wiss.) arbeitet als Medienwissenschaftlerin über das Thema “Krieg und Informationsgesellschaft” und ist Mitglied der Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik.

[1] FAIR Action Alert: HBO Recycling Gulf War Hoax?, December 4, 2002[2] MacArthur, J. R.: Remember Nayirah, Witness for Kuwait? In: The New York Times, Op-Ed, January 6, 1992

[3] John MacArthur: Die Schlacht der Lügen. Wie die USA den Golfkrieg verkauften. München 1992, S. 60. Nur noch im Original auf dem Markt; Titel: Second Front: Censorship and Propaganda in the Gulf War. University of California Press, 1. September 1993.

[4] Zitiert nach: John MacArthur auf dem Independent Policy Forum: Censorship and Propaganda in the Gulf War: How Government Can Mold Public Opinion” am 7.10.1993.

[5] PR Watch: How PR Sold the War in the Persian Gulf. Excerpted from Toxic Sludge Is Good For You, Chapter 10, 1995.

[6] Zitiert nach: John MacArthur auf dem Independent Policy Forum: Censorship and Propaganda in the Gulf War: How Government Can Mold Public Opinion” am 7.10.1993.

[7] John MacArthur auf dem Independent Policy Forum: Censorship and Propaganda in the Gulf War: How Government Can Mold Public Opinion” am 7.10.1993.

[8] FAIR Action Alert: HBO Recycling Gulf War Hoax?, December 4, 2002

[9] FAIR: ACTIVISM UPDATE: HBO Adds Disclaimer to Gulf War Movie. January 3, 2003.

Eine Antwort to “Zweiter Golfkrieg: Wie eine bezahlte PR-Aktion die Stimmung in der Bevölkerung drehen sollte…”

  1. [...] Diese Firma hat unter der Dame Victoria Clark schon im ersten Golfkrieg 1990 die getürkte “Nayirah-Affäre” inszeniert. Hier wurde die Tochter des kuwaitischen Botschafters in Washington als Krankenschwester [...]

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